Vaginale Beschneidung: Mädchen zum Verstümmeln in die „Ferien“ geschickt


Genitalverstümmelung bei Frauen ist auch in Deutschland ein Problem, obwohl sie seit fünf Jahren verboten ist. Laut Bundesfamilienministerium gab es im vergangenen Jahr über 50.000 Fälle. Die Dunkelziffer könnte weit höher sein. Quelle: WELT/Christin Brauer
Genitalverstümmelung steht in Deutschland unter Strafe. Experten gehen dennoch von einer hohen Dunkelziffer aus.
Migranten aus Ländern mit Beschneidungstradition praktizieren das schmerzhafte Ritual nach wie vor.
Für die oft noch sehr jungen Mädchen bedeute es ein Leben voller Schmerzen. Und die Zerstörung ihrer sexuellen Lust.

DIE WELT

Die mutmaßlich hohe Dunkelziffer bei Genitalverstümmelungen an jungen Mädchen hat die Politik alarmiert. Obwohl die Beschneidung weiblicher Genitalien seit 2013 in Deutschland ein Straftatbestand ist, verzeichnet die amtliche Statistik in manchen Bundesländern hierzu keinerlei Strafanzeigen.

Dabei gehen Menschenrechtsorganisationen eher von einer Ausbreitung der Praxis auch in Deutschland aus. Ursache hierfür ist die gestiegene Zahl an Zuwanderern aus Ländern, in denen die FGM (Female Genital Mutilation) genannte Praxis immer noch üblich ist. Dazu gehören neben Ägypten, wo die Zahl der beschnittenen Frauen nach einer Studie aus 2017 bei 92 Prozent liegt, auch Eritrea, Irak, Somalia, der Sudan und Westafrika.

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