Maroder Schweizer Uraltmeiler Beznau wieder am Netz


AKE Beznau. Bild: BLS208/CC BY-SA-3.0
Deutsche, Schweizer und Franzosen wehren sich dagegen, dass die Grenzwerte für Radioaktivität um den Faktor 100 angehoben und die Abschaltkriterien deutlich gesenkt werden sollen

Ralf Streck | TELEPOLIS

Telepolis hatte es gerade angekündigt, dass die Lebensgefahr am Oberrhein massiv steigt, da die Schweizer Behörden einen der ältesten Reaktoren weltweit wieder ans Netz lassen wollen.

Das Risiko wird weiter steigen, da auch die Franzosen an der deutschen Grenze, in Fessenheim, den ältesten französischen Schrottmeiler trotz massiver Mängel wieder hochfahren, der nach vielen Versprechungen längst abgeschaltet sein sollte, weil man schlicht angesichts einer verfehlten Energiepolitik seit Jahrzehnten, dringend auf den Strom angewiesen ist.

Nun ist, so melden Schweizer Medien melden, Beznau I also tatsächlich seit Dienstag wieder am Netz. „Zeitweise werde aus dem nicht nuklearen Teil der Anlage sichtbar Dampf abgegeben“, wird der Betreiber Axpo zitiert. „Dabei bestehe keine Gefährdung von Mensch und Umwelt“, der Standardsatz der Atomlobby. Unmittelbar besteht vermutlich tatsächlich keine Gefahr, dass der Uraltmeiler aber sicher ist, daran haben zahllose Experten aus verschiedenen Gründen ihre Zweifel. Es gibt sogar bekannte Mängel am Reaktordruckbehälter, die einst zu der dreijährigen Abschaltung geführt hatten.

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