Religiöse Konflikte unter Schülern – Morddrohungen in der 2. Klasse

Ort der Todesdrohung: Die Paul-Simmel-Grundschule im östlichen Tempelhof, an der Bezirksgrenze zu Neukölln. Foto: Markus Wächter / Waechter
In vielen innerstädtischen Schulen gibt es religiöse Konflikte unter Schülern. Da werden Mitschüler unter Druck gesetzt, wenn sie sich nicht an den islamischen Fastenmonat Ramadan halten. Auch antisemitische Äußerungen gehören für viele Lehrer zum Schulalltag. „Es gibt bereits heute viele Beispiele von religiösem Mobbing an Schulen“, hatte jüngst eine Neuköllner Schulleiterin gesagt.

Von Martin Klesmann | Berliner Kurier

Nun macht erneut ein Vorfall mit antisemitischer Tendenz die Runde. Dieses Mal geht es um verstörende Vorfälle an Paul-Simmel-Grundschule im östlichen Tempelhof. In einer Gegend, in der sich Wohnhäuser, Gewerbehöfe und Kleingärten abwechseln. Es geht um Todesdrohungen unter Kindern.

Diese Schule besucht auch die Tochter eines heute 41-Jährigen, der anonym bleiben möchte. „Unsere Tochter wurde von muslimischen Schülern angepöbelt, weil sie nicht an Allah glaubt.“

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Naziglocke im Turm und Hakenkreuze am Gemäuer – Nazi-Kirche

Bild: SWR aktuell
Die Hitlerglocke in der evangelischen Kirche in Herxheim am Berg hat für viel Zündstoff in dem Ort und darüber hinaus gesorgt. Nun beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Frankenthal mit eingemeißelten Hakenkreuzen aus der NS-Zeit.

SWR aktuell

Die Behörde will prüfen, ob die verfassungsfeindlichen Symbole an der Fassade der protestantischen Jakobskirche schnell sichtbar sind und leicht ins Auge fallen. Wenn dem so ist, könnte es strafrechtlich relevant sein, dass sie bislang nicht entfernt wurden. Anlass der Ermittlungen ist die Anzeige eines Privatmannes. Die eingemeißelten Hakenkreuze stammen aus der NS-Zeit.

Vorher Streit um Glocke

Die Gemeinde Herxheim am Berg war seit vergangenem Sommer immer wieder in den Schlagzeilen, weil im Turm der evangelischen Kirche eine Glocke mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland – Adolf Hitler“ aus der NS-Zeit seit 1934 hängt. Der frühere Bürgermeister von Herxheim am Berg war nach umstrittenen Äußerungen zur Glocke zurückgetreten.

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Heilige oder Hure? Wie Maria Magdalena Christen zur Verzweiflung bringt

Maria Magdalena, wie sie sich Tizian vorstellte. Bild: watson.ch
Biblische Figuren und Geschichten haben trotz der Säkularisierung weiterhin ein Eigenleben und regen die Fantasie bis in unsere Tage an. Schriftsteller, Maler und Regisseure finden immer wieder Motive in der Bibel, die auch heute noch auf ein breites Interesse stossen.

Hugo Stamm | watson.ch/Blogs

Aktuell erhitzt der Film «Maria Magdalena» die Gemüter. Und zwar nicht nur von Gläubigen, sondern auch von Skeptikern. Es gibt mehrere Gründe dafür.

Mythologische Geschichten mit starker Symbolkraft

Die Bibel, das Buch der Bücher, hat die geistige und kulturelle Entwicklung über Jahrhunderte tiefgreifend geprägt. Ausserdem ist sie voll von mythologischen Geschichten mit starker Symbolkraft. Ähnlich wie die griechische Mythologie.

Entscheidend dürfte aber der ewige Streit um die Authentizität der Bibel sein: Gläubige sehen sich bei monumentalen Jesus-Filmen in die Zeit des Urchristentums versetzt und können sich mit ihrem Sohn Gottes auf emotionaler Ebene identifizieren. Ein Erlebnis, das sie in ihrem Glauben bestärkt.

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Facebook-Skandal: Die Zerlegung von 57 Milliarden Freundschaften

Nachdem klar wurde, dass private Daten der Mitglieder womöglich für politische Zwecke missbraucht wurden, drohen dem Konzern Milliardenstrafen. Ein neues EU-Datenschutzrecht will Nutzer sozialer Netzwerke besser schützen. Quelle: WELT/Paul Willmann
Der britische Psychologie-Dozent Aleksandr Kogan hat Daten zu 57 Milliarden Facebook-Freundschaften ausgewertet. Das macht ihn nach Ansicht von Datenschützern schwer verdächtig. Er fühlt sich als Sündenbock.

Von Claudia Wanner | DIE WELT

Der Psychologie-Dozent Aleksandr Kogan von der Universität Cambridge hat nicht nur mit persönlichen Informationen von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern gearbeitet, die er über die von ihm entwickelte App „thisisyourdigitallife“ gesammelt hat. Der US-Konzern hat ihm 2013 auch aggregierte Daten von 57 Milliarden Facebook-Freundschaften zur Verfügung gestellt.

In dem Datensatz sei jede Freundschaft, die 2011 über das soziale Netzwerk geschlossen worden sei, enthalten gewesen, berichtet der „Guardian“. Die Rückschlüsse, die Kogan daraus gezogen hat, wurden 2015 in einem Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Kogan veröffentlichte das Papier gemeinsam mit zwei Facebook-Autoren, damals trat er als Aleksandr Spectre auf.

Regierungssprecher: Antisemitismus-Beauftragter ins Innenministerium

Der geplante Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung soll im Bundesinnenministerium angesiedelt werden. In diesem Ministerium liege die Zuständigkeit für die Beziehungen zu den Kirchen und Religionen, erklärte ein Regierungssprecher am Freitagabend in Berlin. Der Sprecher wies damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zurück.

evangelisch.de

Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, um das neue Amt gebe es Streit zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Während Seehofer den Posten für sein Ministerium beanspruche, wolle Merkel das Amt in der Regierungszentrale verankern. Unter jüdischen Organisationen wachse Unmut darüber, dass die prominente Personalie noch nicht entschieden sei.

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Das Ereignishorizont-Projekt

Chandra-Aufnahme von Sagittarius A*. Bild: NASA/CXC/MIT/F.K. Baganoff et al.
Astronomen versuchen, das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie mit einem kombinierten Teleskop, das so groß wie die Erde ist, sichtbar zu machen

Raúl Rojas | TELEPOLIS

Ein Schwarzes Loch ist eine Ansammlung von Materie so dicht, dass nicht einmal Strahlung aus seinem Inneren entweichen kann. Eigentlich sollte ein Schwarzes Loch nicht zu „fotografieren“ sein, aber wenn Sterne und Staub von ihm verschlungen werden, dreht sich diese Materie um es herum, erhitzt sich weiter und strahlt Energie in Form von sichtbarem Licht, Röntgen- und Gammastrahlen sowie Radiowellen aus. Es sind gerade diese Radiowellen, die mit neun um die Erde verteilten Radioteleskopen erkannt werden sollen. Das Projekt trägt den Namen „Event Horizon Telescope“ (EHT).

Für massive Objekte wie die Erde kann die Fluchtgeschwindigkeit eines Objektes (z.B. einer Rakete) leicht berechnet werden. Diese ist proportional zur Quadratwurzel der Beziehung M/R, wobei M die Masse des Himmelkörpers und R dessen Radius ist. Wenn für eine gegebene Masse M der Radius R nach und nach abnimmt, steigt die notwendige Fluchtgeschwindigkeit unaufhaltsam. Ist R bereits so klein, dass die berechnete Fluchtgeschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit ist, kann weder Materie noch Strahlung aus dem Schwarzen Loch entweichen.

Diese „kritische Größe“ für jede Masse M wird „Schwarzschildradius“ genannt, zu Ehren von Karl Schwarzschild, der 1916 Einsteins Gleichungen löste und den kritischen Radius ableitete (wobei andere bereits dieselbe Rechnung für die Newtonsche Gravitationstheorie durchgeführt hatten).

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Why Is the Religious Right Attacking UNICEF? You Might Not Believe the Answer

Photo Credit: JPstock / Shutterstock

Right-wing group Family Watch International says UNICEF is “sexualizing” children by supporting sex education.

By Amanda Marcotte | Alternet/Salon

On Tuesday, people walking by UNICEF’s headquarters in Manhattan were met with a strange sight: A group of protesters accusing the venerable United Nations children’s welfare organization of harboring a shadowy pedophile agenda. They held professionally printed signs reading „UNICEF Sexualizing Children“ and „Shame on UNICEF“ while Sharon Slater, the head of a group called Family Watch International, accused the organization of „a hidden agenda that nobody knows about: to sexualize children.“

One could be forgiven for dismissing these protesters as raving wingnuts spouting an outlandish conspiracy theory. Peter Montgomery, a senior fellow at People for the American Way, says it’s more complicated than that.

“I don’t think people should take them lightly or laugh them off, as if they’re some fringe group,“ he told Salon. „Sharon Slater is very active at the UN, in partnership with other religious right groups that are active internationally.

“They’re happily working with the world’s most oppressive regimes to protect ‘traditional family values’ around gender and sexuality and family,“ he added, pointing out that Family Watch International has partnered with repressive nations like Saudi Arabia, Russia and Iran to hold events at the United Nations.

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Trumps Regierung kündigt neues Verbot von Transgender-Rekruten an

Amerikas Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister James Mattis Bild: MICHAEL REYNOLDS/POOL/EPA-EFE/RE
Das Weiße Haus startet einen neuen Versuch, Transgender vom Militärdienst auszuschließen. Zuvor hatten Richter ein von Donald Trump verhängtes Verbot gestoppt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Weiße Haus hat ein neues Verbot von Transgender-Rekruten im amerikanischen Militär angekündigt. Nach der neuen Regelung sollen weitgehend Transgender vom Militärdienst disqualifiziert werden, die aufgrund einer Geschlechtsidentitätsstörung eine „umfassende medizinische Behandlung“, einschließlich Medikamente und operative Eingriffe benötigten. Verteidigungsminister James Mattis und Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen seien zu dem Schluss gekommen, dass die Zulassung solcher Rekruten ein „bedeutendes Risiko“ für den militärischen Erfolg darstellten, hieß es am Freitag in der Mitteilung aus Washington weiter. Mit der neuen Regelung nehme Präsident Donald Trump ein früheres Memorandum zu der Sache zurück.

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Wien: Muslima verbannt Vater von Patientin aus Zimmer

Symbol Bild: Reuters
In Wien hat sorgt eine vollverschleierte muslimische Patientin im Wiener AKH für Aufregung, weil diese verlangt hat, dass ein Vater, der seine schwer kranke Tochter (23) begleitet, aus dem Zimmer gehen sollte.

kath.net

Nach einem Wortgefecht legte das Klinikpersonal der Familie der 23-Jährigen nach, das Krankenhaus zu verlassen. Dies berichtet die „Krone“. Der Vater ist über das Verhalten entsetzt: „Bis hierher und nicht weiter. Wir helfen gerne, aber wir lassen uns nicht in dieser Weise unterdrücken. Das kann nicht geduldet werden.“

Das AKH behauptete später, dass der Vater sich nicht angemessen verhalten habe, man erklärte, dass das Verschleierungsverbot in Krankenzimmern nicht gelte. Als der Vater das Zimmer betrat, wo auch seine Tochter lag, begann, begann die Muslima sofort zu schimpfen.

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Gewerkschaft der Polizei lehnt Söders Grenzpolizei-Pläne ab

Screenshot FB
Die Gewerkschaft der Polizei zeigt sich angesichts der Pläne des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für eine eigene Grenzpolizei verärgert.

Frankfurter Rundschau

Der Vize-Chef der Gewerkschaft, Jörg Radek, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Kollegen von der Bundespolizei würden darin eine Geringschätzung ihrer Arbeit sehen. Die Ankündigung Söders sei ganz offensichtlich ein „wahltaktisches Manöver“ mit Blick auf die bayerische Landtagswahl im Oktober. Das neue Kabinett in München hatte eschlossen, eine eigene bayerische Grenzpolizei einzurichten. Sie soll am 1. Juli starten.

Bamberg streicht Taschengeld für Flüchtlinge – und wird gerügt

Flüchtlinge im Rückführungszentrum in Bamberg. (Foto: Nicolas Armer/dpa)
  • In der „Aufnahmeeinrichtung Oberfranken“ in Bamberg will die bayerische Staatsregierung vorführen, wie effektives Asylmanagement funktioniert.
  • Gemeint sind schnelle Verfahren, rasche Abschiebungen und gerne auch empfindliche Sanktionen – letztere hat das Bamberger Sozialamt eigenständig umgesetzt.
  • Nun hat ein Gericht das Sozialamt gerügt, weil es Flüchtlingen rechtswidrig das Taschengeld strich.

Von Bernd Kastner | Süddeutsche Zeitung

Bamberg ist zum Streitfeld geworden. Die CSU und damit die bayerische Staatsregierung hat die Weltkulturerbe-Stadt zum Exerzierplatz ihrer Asylpolitik erklärt. In der „Aufnahmeeinrichtung Oberfranken“ ist Platz für 3400 Flüchtlinge, derzeit sind knapp 1350 Betten belegt. Hier wollen die bayerische Staatsregierung, das Asyl-Bundesamt und weitere Behörden zeigen, wie sie sich effektives Asylmanagement vorstellen: schnelle Verfahren, rasche Abschiebungen, und gerne auch mal empfindliche Sanktionen gegen Flüchtlinge. Die Behörden ziehen die Daumenschrauben an, lautet die Botschaft aus Bamberg. Gerichte aber haben das Drehen an der Schraube gebremst.

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Deutscher Schriftstellerverband kritisiert „Erklärung 2018“

Protest gegen rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse: Demonstration auf dem Leipziger Augustusplatz am 15. März.Foto: dpa/Sebastian Willnow
„Unterkomplex und einer intellektuellen Auseinandersetzung nicht angemessen“: Der Verband deutscher Schriftsteller distanziert sich von Uwe Tellkamp und den anderen Unterzeichnern der „Erklärung 2018“.

DER TAGESSPIEGEL

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller hat mit Unverständnis auf die „Erklärung 2018“ reagiert, die von Uwe Tellkamp und zahlreichen weiteren Schriftstellern und Intellektuellen unterzeichnet wurde. Die Art und Weise, wie diese Erklärung die Schuld an Verunsicherungen und Ängsten den Migranten in die Schuhe schiebe, sei „unterkomplex und einer intellektuellen Auseinandersetzung nicht angemessen“, kritisierte die Vorsitzende Eva Leipprand am Freitag in Berlin.
Die Unterzeichner der am 15. März veröffentlichten Erklärung hatten in zwei kurzen Sätzen Befremden darüber geäußert, „wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt“ werde. Zugleich solidarisierten sie sich „mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird“.

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Eichstätter Apostel will hohe Geistliche entmachten

Hanke bei der Sternsingeraussendung 2016. Bild: wikipedia.org/CC BY-SA 4.0
  • Nachdem sich ein Mitarbeiter der Erzdiözese Eichstätt millionenschwer verspekuliert hat, will Bischof Gregor Maria Hanke die Verwaltung umbauen – auch gegen Widerstand.
  • Um für mehr Transparenz und Kontrolle zu sorgen, sollen hohe Geistliche, die teils schon lange Jahre in ihren Ämtern sind, entmachtet werden.
  • Auch der Bischof selbst steht in der Kritik: Durch eine schwere Verletzung seiner Sorgfaltspflicht habe er den Finanzskandal mitverursacht.

Von Matthias Drobinski, Nicolas Richter, Katja Riedel | Süddeutsche Zeitung

Als Konsequenz aus dem jüngsten Finanzskandal baut der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, die Verwaltung seiner Diözese grundlegend um und legt sich dabei auch mit langjährigen Amtsträgern an. Zum einen soll in der Diözese die Stelle eines Amtschefs entstehen, ähnlich dem Amtschef in bayerischen Staatsministerien. Bisher leitet Generalvikar Isidor Vollnhals die Verwaltung, er verantwortet einen Jahresetat von 150 Millionen Euro.

Der Bischof aber möchte den Generalvikar entlasten, wie es im Ordinariat heißt. Ob der neue Amtschef über dem Generalvikar steht, unter oder neben ihm, ist noch unklar.

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Der tiefe Fall der Kriegsheldin Nadja Sawtschenko

Nadja Sawtschenko erschien am 22. März 2018 wieder vor Gericht, diesmal in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. (Bild: Valentyn Ogirenko/Reuters)
Knapp zwei Jahre nach ihrer Freilassung aus russischer Haft steht die Abgeordnete und frühere Militärpilotin nun in ihrer ukrainischen Heimat vor Gericht. Sie soll einen Terroranschlag auf das Parlament geplant haben.

Ann-Dorit Boy | Neue Zürcher Zeitung

Vor drei Jahren war Nadja Sawtschenko weltberühmt geworden, hinter Gitterstäben in einem Moskauer Gerichtssaal. Ausgezehrt vom Hungerstreik weigerte sich die Pilotin der ukrainischen Armee damals standhaft, auch nur ein Wort Russisch zu sprechen. Moskaus Justiz machte die Ukrainerin für den Tod zweier russischer Fernsehjournalisten mitverantwortlich, die im ersten Kriegssommer in der Ostukraine bei einem Granatbeschuss getötet worden waren. Der sich mehr als ein Jahr hinziehende Prozess gegen Sawtschenko wurde zu einer Propaganda-Farce zwischen Moskau und Kiew, die Pilotin selbst zur Ikone des Widerstands gegen Russlands Aggression. Als sie im Mai 2016 im Rahmen eines Gefangenenaustausches freikam, wurde sie in Kiew wie eine Volksheldin empfangen.

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John Bolton spent $1.2M using Cambridge Analytica’s tools to make Americans ‚more militaristic‘

attribution getty images
If you were looking for further proof that the world contains only a couple of dozen people and a large number of Twitter-bots, here you go.

By Mark Sumner | DAILY KOS

The political action committee founded by John R. Bolton, President Trump’s incoming national security adviser, was one of the earliest customers of Cambridge Analytica, which it hired specifically to develop psychological profiles of voters with data harvested from tens of millions of Facebook profiles, according to former Cambridge employees and company documents.

The company that was created by the Mercer family, at the request of Steve Bannon, and which Bannon directed in both the theft of personal information from Facebook and testing psychological warfare tools on the public, was put to work helping a PAC founded by John Bolton. According to the New York Times, Bolton was in on the project from the beginning.

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Falsche Terrorgeständnisse: „Ich war beim IS. Ihr könnt mich nicht abschieben“

Das Gebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist stark gesichert. Dort läuft der Prozess gegen einen angeblichen Terroristen. (Foto: Maja Hitij/dpa)
  • Jedes zweite von insgesamt 1200 Verfahren wegen Terrorverdachts im vergangenen Jahr stellten Ermittler ein.
  • Häufig ist der Grund, dass Verdächtige falsche Geständnisse abgelegt hatten.
  • Auch den geplanten Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt im Jahr 2016 soll ein Syrer erfunden haben, weil er offenbar hoffte, dadurch in Europa bleiben zu können.

Von Arne Hell, Lena Kampf, Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Im Juni 2016 nimmt die Polizei drei Männer fest, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Sie sollen Terroristen sein. Ihr Plan, in der Düsseldorfer Altstadt eine große Zahl von Menschen zu ermorden, ist angeblich sehr konkret. Die Anklage beschreibt es so: Zwei Terroristen wollten sich in die Luft sprengen, weitere Täter sollten an den Ausgängen der Altstadt mit Maschinengewehren auf flüchtende Menschen schießen. Der Auftrag soll direkt von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kommen.

Der Verdacht allerdings geht auf einen einzigen Zeugen zurück: Der Syrer Saleh A., angeblich der Kopf der Terrorzelle, hat sich den Behörden selbst gestellt, wie auf dem Silbertablett. Am 1. Februar 2016, morgens um halb zehn, ist er in einer Polizeiwache in der Pariser Rue de Clignancourt aufgetaucht und hat sich selbst und andere bezichtigt. Düsseldorf, so scheint es damals, ist nur knapp einer Katastrophe entgangen, die vergleichbar gewesen wäre mit den Anschlägen von Paris.

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Saudi-Arabien: Weiter Waffen für den Gegner Irans

USA und Deutschland stocken das Arsenal ihres Partners in der Region auf – trotz des Jemen-Krieges

Thomas Pany | TELEPOLIS

Es ist ein Waffengeschäft in bedeutendem Umfang mit einem Land, das in einem Krieg steckt, welcher der Zivilbevölkerung im Jemen das Leben zur Hölle macht, und das mit Iran in einem Konflikt steckt, bei dem die Zündschnüre kreuz und quer durch den ganzen Nahen Osten verlaufen: Das US-Außenministerium hat dem Verkauf von Waffen im Wert von 670 Millionen Dollar zugestimmt, berichtet die New York Times.

Die Zeitung nennt Panzerabwehrwaffen, 6.700 Raketen vom Hersteller Raytheon, Teile für Panzer, die in den USA gefertigt wurden und Hubschrauber, die bereits im Besitz Saudi-Arabiens sind, als Hauptbestandteile des Geschäfts, das im Zusammenhang mit dem Besuch des saudischen Kronprinzen in Washington steht. Zitiert wird Verteidigungsminister Jim Mattis, der Saudi-Arabien als „Teil der Lösung des Jemen-Kriegs begreift“, was nicht falsch ist, da das Königreich Kriegspartei ist und somit den Konflikt auch herunterfahren könnte.

Ob der Waffenverkauf der USA dafür das richtige Signal ist? Auch wenn nicht völlig klar ist, ob die Präzisionsmunition, ebenfalls aus der Produktion von Raytheon, die unter der Obama-Regierung noch mit einem Verkaufsstopp an Saudi-Arabien belegt wurde, zum Handel gehört – laut einer früheren Meldung der New York Times deutet sich an, dass die Präzisionsmunition zu einem größeren Paket gehört.

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China’s Tiangong-1 Space Lab Expected to Fall to Earth Over Easter Weekend

An artist’s Illustration of China’s Tiangong-1 space lab, which is expected to fall back to Earth between March 30 and April 2, 2018. Credit: CMSA
China’s Tiangong-1 space lab will likely fall to Earth between March 30 and April 2, according to the latest prediction by the European Space Agency’s (ESA) Space Debris Office in Darmstadt, Germany.

By Leonard David | SPACE.com

This window is „highly variable,“ not ironclad, Space Debris Office representatives stressed in the updated forecast, which was issued yesterday (March 21).

Tiangong-1 was lofted in late September 2011, to help test the docking and rendezvous technologies required to build a bona fide space station, which China aims to do by the mid-2020s. [China’s Tiangong-1 Space Lab in Pictures]

The first Chinese orbital docking occurred between Tiangong-1 and an unpiloted Shenzhou spacecraft on Nov. 2, 2011. Two piloted missions were subsequently completed to visit Tiangong-1: Shenzhou-9 and Shenzhou-10, in June 2012 and June 2013, respectively.

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Schreckenstag in Südfrankreich

Polizisten sperren am Rande von Carcassonne eine Straße. (Foto: dpa)
  • In Südfrankreich hat ein Mann bei einer Geiselnahme in einem Supermarkt und einem Autoraub drei Menschen getötet. Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter erschossen.
  • Ein Polizist stellte sich als Geisel zur Verfügung. Dank seiner heimlichen Handyaufnahmen konnte die Einsatzleitung die Geschehnisse im Supermarkt verfolgen.
  • Der Geiselnehmer forderte die Freilassung von Paris-Attentäter Salah Abdeslam.
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert die Tat für sich.

Von Nadia Pantel | Süddeutsche Zeitung

Eine Geiselnahme in einem Supermarkt erschütterte am Freitag die südfranzösische Kleinstadt Trèbes. Ein Täter drang um kurz nach elf Uhr am Vormittag in einen Supermarkt der Kette Super U ein und eröffnete das Feuer. Dabei tötete er zwei Menschen, fünf weitere wurden verletzt. Einen weiteren Mann hatte der Täter zuvor auf dem Weg erschossen. Um 15 Uhr wurde der Täter von einer Anti-Terroreinheit überwältigt und getötet.

Frankreichs Innenminister Gérard Collomb fuhr noch während der Geiselnahme nach Trèbes und äußerte sich am Nachmittag in einer Pressekonferenz zur Identität des Täters. Es handele sich um einen Einzeltäter, der keine Komplizen gehabt habe. Der Täter ist ein 26-Jähriger aus Carcassonne. Er soll der Polizei durch kleinere Vergehen bekannt gewesen sein. Es handele sich um einen „Kleinkriminellen, der als Dealer bekannt war, aber es war nicht vorauszusehen, dass er sich radikalisieren würde“. Der Täter war von der Polizei überwacht worden und in einer Kartei möglicher Terrorverdächtiger erfasst worden. Er sei jedoch unerwartet und, so Collomb, „unvermittelt zur Tat geschritten“. Die Staatsanwaltschaft in Paris leitete während der Geiselnahme eine Untersuchung wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit Terrorismus ein.

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