Eichstätter Apostel will hohe Geistliche entmachten


Hanke bei der Sternsingeraussendung 2016. Bild: wikipedia.org/CC BY-SA 4.0
  • Nachdem sich ein Mitarbeiter der Erzdiözese Eichstätt millionenschwer verspekuliert hat, will Bischof Gregor Maria Hanke die Verwaltung umbauen – auch gegen Widerstand.
  • Um für mehr Transparenz und Kontrolle zu sorgen, sollen hohe Geistliche, die teils schon lange Jahre in ihren Ämtern sind, entmachtet werden.
  • Auch der Bischof selbst steht in der Kritik: Durch eine schwere Verletzung seiner Sorgfaltspflicht habe er den Finanzskandal mitverursacht.

Von Matthias Drobinski, Nicolas Richter, Katja Riedel | Süddeutsche Zeitung

Als Konsequenz aus dem jüngsten Finanzskandal baut der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, die Verwaltung seiner Diözese grundlegend um und legt sich dabei auch mit langjährigen Amtsträgern an. Zum einen soll in der Diözese die Stelle eines Amtschefs entstehen, ähnlich dem Amtschef in bayerischen Staatsministerien. Bisher leitet Generalvikar Isidor Vollnhals die Verwaltung, er verantwortet einen Jahresetat von 150 Millionen Euro.

Der Bischof aber möchte den Generalvikar entlasten, wie es im Ordinariat heißt. Ob der neue Amtschef über dem Generalvikar steht, unter oder neben ihm, ist noch unklar.

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