Saudi-Arabien: Weiter Waffen für den Gegner Irans


USA und Deutschland stocken das Arsenal ihres Partners in der Region auf – trotz des Jemen-Krieges

Thomas Pany | TELEPOLIS

Es ist ein Waffengeschäft in bedeutendem Umfang mit einem Land, das in einem Krieg steckt, welcher der Zivilbevölkerung im Jemen das Leben zur Hölle macht, und das mit Iran in einem Konflikt steckt, bei dem die Zündschnüre kreuz und quer durch den ganzen Nahen Osten verlaufen: Das US-Außenministerium hat dem Verkauf von Waffen im Wert von 670 Millionen Dollar zugestimmt, berichtet die New York Times.

Die Zeitung nennt Panzerabwehrwaffen, 6.700 Raketen vom Hersteller Raytheon, Teile für Panzer, die in den USA gefertigt wurden und Hubschrauber, die bereits im Besitz Saudi-Arabiens sind, als Hauptbestandteile des Geschäfts, das im Zusammenhang mit dem Besuch des saudischen Kronprinzen in Washington steht. Zitiert wird Verteidigungsminister Jim Mattis, der Saudi-Arabien als „Teil der Lösung des Jemen-Kriegs begreift“, was nicht falsch ist, da das Königreich Kriegspartei ist und somit den Konflikt auch herunterfahren könnte.

Ob der Waffenverkauf der USA dafür das richtige Signal ist? Auch wenn nicht völlig klar ist, ob die Präzisionsmunition, ebenfalls aus der Produktion von Raytheon, die unter der Obama-Regierung noch mit einem Verkaufsstopp an Saudi-Arabien belegt wurde, zum Handel gehört – laut einer früheren Meldung der New York Times deutet sich an, dass die Präzisionsmunition zu einem größeren Paket gehört.

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