Astronomen klären kosmischen Diebstahl


Ein gewaltiger Gasstrom, der Leading Arm, reicht von den Magellanschen Wolken bis in die Milchstraße. Doch woher er stammt, war bisher unklar. © Nidever et al/NRAO/AUI/ NSF/Mellinger/Leiden-Argentine-Bonn/ LAB Survey/Parkes Obs/ Westerbork Obs/Arecibo Obs/ Feild/STScI/NASA/ESA/ A. Fox/STScI
Wer wars? Astronomen haben endlich herausgefunden, woher der gigantische Gasstrom zwischen der Milchstraße und den Magellanschen Wolken stammt – und Überraschendes entdeckt. Der sogenannte „Leading Arm“ kommt nicht aus der größeren der beiden Nachbargalaxien, wie bisher gedacht. Stattdessen riss dessen Schwerkraft das Gas aus der Kleinen Magellanschen Wolke heraus. Spannend ist dies vor allem deshalb, weil dieser Gasstrom der Milchstraße inzwischen Rohstoff für ihre Sternbildung liefert.

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Die Große und Kleine Magellansche Wolke sind die nächsten Nachbarn unserer Milchstraße – und sie stehen in enger Wechselwirkung miteinander und mit unserer Heimatgalaxie. Unsere beiden Nachbarn sind sowohl durch eine Magnetbrücke als auch durch einen Gasstrom miteinander verbunden. Ein weiterer Gasstrom, der sogenannte „Leading Arm“, reicht von den beiden Magellanschen Wolken bis zur Milchstraße.

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