Salafisten-Moschee liegt in der Nähe der Simmel-Grundschule

Eine Razzia auf dem Gelände der Ibrahim-al-Khalil-Moschee im September 2015 Foto: Paul Zinken / dpa
An der Simmel-Schule gab es antisemitische Vorfälle. In der Nähe liegt eine Moschee, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Alexander Dinger | Berliner Morgenpost

Nur wenige Hundert Meter von der Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof entfernt liegt die Ibrahim-al-Khalil-Moschee. Das Gebetshaus wird auch in einer aktuellen Lageanalyse des Berliner Verfassungsschutzes zur salafistischen Szene in der Hauptstadt ausführlich erwähnt. Zudem wird die Moschee vom Verfassungsschutz beobachtet. Kinder von Besuchern der Moschee gehen auch in umliegende Kindergärten und Grundschulen – auch in die Paul-Simmel-Grundschule. Vor Ort gibt es jetzt die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen an der Schule und der Moschee gibt.

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Schweiz: Katholische Kirche deckte ein halbes Jahrhundert lang einen pädophilen Pater

In der Affäre um einen pädophilen Kapuzinerpater in der Westschweiz belastet ein Untersuchungsbericht die Kirche schwer. Diese habe weggeschaut. Das gilt auch für einen ehemaligen Bischof und einen ehemals höchsten Kapuziner der Schweiz.

Neue Zürcher Zeitung

Anfang 2017 veröffentlichte der Freiburger Daniel Pittet das Buch «Pater, ich vergebe Euch!», in dem er davon berichtete, wie er vom Kapuzinerpater Joël Allaz missbraucht worden sei. Schon im Alter von neun Jahren sei er von diesem vergewaltigt worden. Der Pater gestand, dass er sich an vierzig weiteren Jungen vergangen habe, darunter auch an seinem eigenen Neffen.

Die Affäre zog Kreise bis in den Vatikan. Papst Franziskus schrieb das Vorwort zu Pittets Buch, und am 20. Mai 2017 schloss die Glaubenskongregation in Rom den heute 78-jährigen Allaz aus dem Kapuzinerorden und dem Priesterstand aus. Rund um das Bistum Chur entspann sich schliesslich eine Intrige, wer denn eigentlich für die seinerzeitige Vertuschung des Missbrauchsskandals verantwortlich gewesen sei.

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Religion gehört nicht ins Klassenzimmer

Themenbild.

Im vergangenen Sommer ergab die Befragung von Lehrern an 21 Berliner Schulen, dass „Antisemitismus und Salafismus von Schülern mit türkischem und arabischem Hintergrund zum Schulalltag gehören“.

Von Götz Aly | Berliner Zeitung

Jetzt machte diese Zeitung publik, wie eine Grundschülerin in Tempelhof von muslimisch erzogenen Mitschülern gemobbt und bedroht wurde, weil sie ungläubig sei; zudem wurde sie als „Jude“ beschimpft. Der Schulleiter bagatellisierte den Angriff als „Streitigkeit“.

Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) findet das gewiss nicht schön, aber besonders entschieden reagiert sie auf solche – in Berlin häufigen – Vorfälle nicht. Sehr viel wichtiger nimmt sie Broschüren über die Vielzahl sexueller Varianten zum Gebrauch für Kitakinder („Murat spielt Prinzessin“ usw.). Ich wünsche mir, die Berliner SPD würde sich auf dem wichtigen Feld der öffentlichen Erziehung und Schulbildung besser präsentieren.

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Theologe Christoph Kähler weist Kritik am Begriff „Mohr“ in der Bibel zurück

Der Theologe Christoph Kähler, der die Revision der Lutherbibel 2017 leitete, verteidigt das Festhalten an dem Ausdruck „Mohr“ an einer Textstelle gegen Kritik.

Julia Lauer | evangelisch.de

Luther selbst habe den Begriff Mohr 42 Mal gebraucht, sagte Kähler dem Evangelischen Pressedienst (epd). „In der jetzigen Revision wurden fast alle Vorkommen getilgt“, erklärte der Theologe und frühere Thüringer Landesbischof. 70 Theologen hatten den Bibeltext unter seiner Leitung binnen fünf Jahren geprüft, überarbeitet und teilweise neu übersetzt.

Bereits zwischen 1964 und 1984 sei die Verwendung des Begriffs in der Bibel auf 15 Stellen reduziert worden. „Denn in der Regel reicht für die Bezeichnung eines sehr fremden Landes ‚Kusch‘ oder der Einwohner ‚Kuschit‘ aus, auch wenn sich Bibelleser darunter oft nicht viel vorstellen können“, sagte Kähler. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am Mittwoch vergangener Woche hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus die Verwendung des Begriffs „Mohr“ in der jüngsten Ausgabe der Lutherbibel beanstandet.

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Die Botschaft der Trotz-Christen

Wer das christliche Kreuz in den Nationalfarben anmalt, versteht die christliche Lehre nicht. Eine Pegida-Demonstration in…Foto: Hannibal Hanschke,Reuters
Deutschland sei durch das Christentum geprägt, sagen Trotz-Christen. Sie wollen stolz auf einen Glauben sein, den sie weder kennen noch praktizieren. Ein Kommentar.

Von Malte Lehming | DER TAGESSPIEGEL

Es gibt ein neues Phänomen, aber noch kein Wort dafür. Oder vielleicht doch? Wie wäre es mit „Trotz-Christentum“? Dessen Anhänger wären dann die „Trotz-Christen“. Das sind jene, die persönlich mit christlichem Glauben, christlicher Frömmigkeit und christlicher Religion nichts anfangen können, aber umso stolzer auf die Prägungen durch das Christentum sind. Als allgemeine Formel kann gelten: Je schwächer die eigene religiöse Bindung, desto vehementer wird ein angeblich identifikationsstiftendes Christentum verteidigt.

Beide Tendenzen sind gut belegbar. Deutschland wird zunehmend areligiös. Das Wissen über christliche Lehre und Rituale, christliches Gebet und Liedgut verblasst. Im Jahre 1950 gehörten mehr als 95 Prozent der Deutschen in Ost und West der evangelischen oder katholischen Kirche an, heute sind es 55 Prozent. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Konfessionslosen von 3,9 auf 36 Prozent. Für die Wertevermittlung werden die Kirchen nicht mehr zuständig gemacht.

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Warum Atheisten am Karfreitag tanzen sollten!

Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube
Wussten Sie schon, dass Sie am Karfreitag (und anderen christlichen Feiertagen) angeblich keine Tanz- oder Sportveranstaltung ausrichten dürfen? Und auch keine „anderen öffentlichen Vergnügungen, die dem ernsten Charakter dieser Tage zuwiderlaufen“. So steht es in § 6 des Gesetzes über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen.

Von Maximilian Steinhaus | LEIPZIGER INTERNET ZEITUNG

In den anderen Bundesländern existieren ähnliche Regelungen. Wenn Sie jetzt überlegen, ob deshalb das vergnügliche Ostereiersuchen stets erst am Ostersonntag und nicht schon am Karfreitag stattfindet – dies kann ich Ihnen leider auch nicht beantworten, denn um die Osterbräuche ranken sich viele Erklärungsversuche. Fest steht jedoch, dass das Christentum sich ein einst heidnisches Frühlingsfest einverleibt hat und dass die Mehrheit der Sachsen es (inzwischen wieder) als volkstümliches Familienfest feiert. Ostern begeht der überwiegende Teil unserer Gesellschaft, weil es ein gesetzlicher Feiertag ist.

Die Mehrheit feiert das Erwachen des Frühlings und nicht die angebliche Wiederauferstehung eines Drittels des behaupteten dreifaltigen Gottes. Daran ändert auch nicht, dass die Kirchenbänke ausnahmsweise mal wieder für ein paar Stunden voll sind.
Wenn man schon – wie unser neuer Heimat- Horst – von einer „christlichen Prägung Deutschlands“ sprechen will, dann sollte man auch die gewandelten Realitäten berücksichtigen: Über 70 Prozent der Sachsen sind konfessionsfrei und viele davon wollen sich nicht die kollektive „Jesus starb für unsere Sünden“-Trauer aufzwingen lassen.

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Ein „NSU-V-Mann“ von höchster Güteklasse

Grafik:TP
Fall Szczepanski immer zentraler – BfV kontrollierte die Quelle „Piatto“ – Vor dem Untersuchungsausschuss in Brandenburg müssen Verfassungsschutzbeamte Rede und Antwort stehen

Thomas Moser | TELEPOLIS

Enthüllungen im NSU-Skandal haben inzwischen einen doppelten Informationsgehalt: Einmal das Neue an sich – und dann, dass es erst heute, mit Jahren Verspätung, bekannt wird. Und zwar nur, weil Abgeordnete explizit danach fragen. Konkret: Der V-Mann „Piatto“ alias Carsten Szczepanski hatte nicht nur, wie man seit einiger Zeit weiß, Kontakt zum unmittelbaren Umfeld von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe in Chemnitz. Sondern, und das ist neu, auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) war von Anfang an über alle Einzelheiten und Meldungen informiert. Darunter die Einschätzung der Brandenburger bereits 1998, bei dem Trio handle es sich um Rechtsterroristen.

So könnte man die Ergebnisse der letzten Doppelsitzung des NSU-Untersuchungsausschusses (UA) von Brandenburg zusammenfassen.

Vor allem die Rolle des BfV muss neu bewertet und überprüft werden. Seit Jahren kolportieren Verantwortliche, das Amt sei ungenügend unterrichtet gewesen, auch weil die Zusammenarbeit der einzelnen Ämter mangelhaft sei. Das entpuppt sich als Nebelwerferei. Das Gegenteil ist der Fall: Die Quelle „Piatto“ war auch Bundessache.

1998, nach dem Untertauchen des Jenaer Trios in Chemnitz, hatte Szczepanski in der Stadt Umgang mit Personen wie Antje Probst und Jan Werner, die in Kontakt zum Trio gestanden haben müssen. Probst, in deren Laden Szczepanski jobbte, wollte Zschäpe ihren Reisepass für die Flucht ins Ausland zur Verfügung stellen. Werner suchte Waffen für die drei. Im Prozess in München hatte ein Beamter des Bundeskriminalamtes (BKA) außerdem ausgesagt, er gehe davon aus, dass auch Werner V-Mann war. Das ist bisher aber nicht verifiziert.

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Kirche macht Schule

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Rund 1.100 Schulen in evangelischer Trägerschaft gibt es deutschlandweit – von der Grundschule über das Gymnasium bis zu den beruflichen Schulen. Sie sind ein Ausdruck evangelischer Bildungsverantwortung. Und während es „die“ evangelische Schule nicht gibt, dient jedoch allen Schulen das Evangelium als Grundlage des Lebens und des Glaubens.

Lena Ohm | evangelisch.de

Bildung und Reformation gehören zusammen – das haben schon Martin Luther und Philipp Melanchthon in ihren Predigten und Reden immer wieder betont. Bildung und Glaube sind Gaben Gottes und religiöse Bildung muss Bestandteil allgemeiner Bildung sein, so die Haltung der Reformatoren. Dass es in Deutschland „Schulen in freier Trägerschaft“ unter Aufsicht der Schulbehörde geben darf, garantiert Artikel 7, Absatz 4 des Grundgesetzes, in dem es heißt: „Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet.“

Die Tatsache, dass die Errichtung freier Schulen zu den Grund- und Menschenrechten in Deutschland gehört, hängt mit den Erfahrungen im Nationalsozialismus zusammen: eine erneute Gleichschaltung der Bildung soll durch die Durchbrechung des staatlichen Schulmonopols vermieden werden. „Schulen in freier Trägerschaft“ sind in Deutschland aber eher eine Randerscheinung: Laut einer OECD-Studie besuchten 2006 nur sechs Prozent der deutschen Schüler eine solche Bildungseinrichtung – der europäische Durchschnitt lag bei 14 Prozent.

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Migranten fordern starken Staat

Vom Rechtsstaat verlassen? Angesichts der Anschläge auf Moscheen und zunehmender Hasskriminalität fühlen sich viele Muslime und Juden hierzulande nicht mehr sicher. Sie schlagen Alarm und fordern mehr Schutz vom Staat.

Von Astrid Prange | Deutsche Welle

„Ich mache mir große Sorgen“, sagt Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. „Ich erkenne mit Befremdung, wie Islamophobie geschürt wird, und zwar in einem Ausmaß, wie man es sich vor zehn Jahren nicht hätte vorstellen können.“

Der SPD-Politiker Saleh bekennt sich als Muslim zu seinem Glauben. Und er gilt als Vorbild für den religiösen Dialog. Gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Berlin will er an der Grenze zwischen den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln die Synagoge wieder aufbauen lassen, die Nazis in der Pogromnacht vor 80 Jahren zerstörten.

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Cannabis gegen die Sucht?

Cannabis: gefährliche Droge und vielversprechendes Heilmittel zugleich © Pixabay
Schutz vor Rückfall? Der Hanf-Inhaltsstoff Cannabidiol könnte Drogen- und Alkoholabhängigen beim Kampf gegen ihre Sucht helfen. Das legt zumindest eine Studie mit Ratten nahe. Im Experiment reduzierte die nicht-psychoaktive Substanz die Rückfallquote vormals abhängiger Nager deutlich: Sie ließen sich in stressigen Situationen seltener zum Drogenkonsum verleiten, wie Forscher berichten. Ob dieser Hanf-Inhaltsstoff auch menschlichen Süchtigen helfen kann, muss sich aber erst noch zeigen.

scinexx

Cannabis ist eine berauschende Droge, deren Konsum langfristig Nebenwirkungen wie den Ausbruch von Psychosen und ein erhöhtes Osteoporose-Risiko haben kann. Doch gleichzeitig hat Cannabis durchaus auch medizinisch positive Effekte. Vor allem der Hanf-Inhaltsstoff Cannabidiol (CBD), aber auch das für die Rauschwirkung verantwortliche Tetrahydrocannabinol (THC) lagern sich im Körper an spezielle Rezeptoren an und können Schmerzen lindern, Krämpfe lösen und beispielsweise die bei der Krebstherapie häufige Übelkeit mildern, wie Studien zeigen.

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Die Folgen des saudischen Islam-Exports in Asien

„Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman mag entschlossen sein, in seinem Königreich eine nicht näher definierte Form eines mäßigen Islam wieder einzuführen, doch lassen sich die Auswirkungen der vier Jahrzehnte, in denen es weltweit ultrakonservative und intolerante Strömungen der Religion finanzierte, wohl kaum per Dekret ungeschehen machen.

mena-watch

Das Problem besteht nicht nur darin, dass der Ultrakonservatismus inzwischen in zahlreichen muslimischen Ländern und Communities tief verwurzelt ist, sondern auch, weil er die Grundlage für Politikformen geschaffen, die es opportunistischen Politikern ermöglichen, zur Festigung ihrer Macht vorurteilsbeladene und eifernde Gefühle zu mobilisieren. Nirgends ist dies offenkundiger als in Asien, wo sich mehrere der bevölkerungsreichsten Länder der islamischen Welt befinden.

An Beispielen für die Folgen der saudischen Großzügigkeit mangelt es nicht. Man denke an die institutionalisierte Diskriminierung der Ahmadis, einer von orthodoxen Muslimen für abtrünnig gehaltenen Sekte, in Pakistan, oder an die Ungleichbehandlung von Nichtmuslimen und Schiiten in Pakistan, Malaysia und Indonesien.

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Razzia bei BDK-Chef André Schulz

André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, bei einer Talkshow im Dezember 2016. (Foto: dpa)
Grund dafür sind im vergangenen Jahr bekanntgewordene Betrugsvorwürfe: Schulz soll nach seinem Antritt als BDK-Chef ungerechtfertigte Bezüge als Kommissar erhalten haben.

Süddeutsche Zeitung

Wegen Betrugsverdachts hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Medienberichten zufolge eine Razzia gegen den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, vorgenommen. Wie Welt und Spiegel Online meldeten, durchsuchten Ermittler am Montagmorgen Schulz‘ Privathaus in Hamburg sowie die BDK-Geschäftsstelle in Berlin.

Hintergrund sind demnach im vergangenen Jahr bekanntgewordene Betrugsvorwürfe wegen angeblich zu Unrecht kassierter Bezüge als Kriminalhauptkommissar bei der Polizei Hamburg. Schulz hatte vereinbart, dass er ab 2014 dort nur noch zu 50 Prozent arbeiten sollte, weil er gerade BDK-Chef geworden war. Entsprechend wurde die Vergütung halbiert. Ihm wird vorgeworfen, keine 20 Stunden gearbeitet und trotzdem weiterhin die Hälfte des Gehalts erhalten zu haben.

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Neue Varianten für einen alten Code

Fluoriszierende E. coli-Zellen exprimieren ein durch künstliche DNA codiertes Protein. Bild: Bill Kiosses, The Scripps Research Institute
Bakterien nutzen erstmals einen künstlichen genetischen Code, um ein ungewöhnliches Protein zu erzeugen

Volker Henn | TELEPOLIS

Der genetische Code gehört zu den ältesten Merkmalen des Lebens: Die Zeichen und Regeln, die den Fluss der Information von DNA zu Protein steuern, haben sich seit über 3 Milliarden Jahren kaum verändert. Doch den Ansprüchen der modernen Biotechnologie genügt er längst nicht mehr. Sein Zeichensatz sieht für die Herstellung von Proteinen nur etwa 20 Aminosäuren vor, obwohl deren Zahl theoretisch fast unbegrenzt ist. Wenn Forscher diese Variationsbreite ausschöpfen wollen, müssen sie den uralten Code manipulieren und den neuen Bedürfnissen anpassen.

Eine dieser Bestrebungen führte kürzlich zum Erfolg: Forscher erweiterten das Alphabet der DNA-Basen um zwei synthetische Buchstaben, um die neue Information für den Einbau ungewöhnlicher Aminosäuren zu nutzen. Ein Meilenstein der Grundlagenforschung – aber vielleicht auch schon bald ein Weg zu besseren Medikamenten.

Der Durchbruch basiert auf jahrzehntelangen Vorarbeiten. Seit dem Ende der 1990er Jahre arbeiten Forscher um Floyd Romesberg am kalifornischen Scripps Institut an neuen DNA-Bausteinen, die auf den synthetischen Basen dNaM (kurz als X bezeichnet) und dTPT3 (Y) basieren.

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Erfundener Terroranschlag: Staatsanwaltschaft prüft Anfangsverdacht gegen Rheinneckarblog

Die Polizei widerspricht per Twitter dem angeblichen Anschlag in Mannheim. Bild: dpa
Der Rheinneckarblog berichtet über einen angeblichen Anschlag in Mannheim mit zahlreichen Toten. Der Text ist reine Fiktion. Beim Deutschen Presserat gehen Beschwerden ein, die Staatsanwaltschaft prüft den Fall nun.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Bericht in einem Internet-Blog über einen angeblichen Terroranschlag beschäftigt nun die Staatsanwaltschaft Mannheim. Sie prüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Details dazu nannte sie nicht. Zuvor hatte auch die Zeitung „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet.

Der „Rheinneckarblog“ hatte am Sonntag einen Text über einen angeblichen Anschlag mit 136 Toten in Mannheim publiziert – die örtliche Polizei in Baden-Württemberg hatte per Twitter widersprochen. In dem Blog war die Rede von 50 Angreifern, die für ein „Blutbad apokalyptischen Ausmaßes“ verantwortlich seien.

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Religiöse Toleranz auf deutschen Schulhöfen im Fokus

Die Vorwürfe sind verstörend: Eine Zweitklässlerin soll an einer Berliner Grundschule von einem Jungen mit dem Tode bedroht worden sein, weil sie nicht an Allah glaubt. Nach heftigen Reaktionen setzt die Bildungsverwaltung zunächst auf Gespräche.

evangelisch.de

Ein mutmaßlicher Fall von religiösem Mobbing an einer Berliner Grundschule hat eine Diskussion über Toleranz auf deutschen Schulhöfen losgetreten. Die entsetzten Reaktionen auf den bekanntgewordenen Fall im Stadtteil Tempelhof rissen zu Wochenbeginn nicht ab. Die Berliner Bildungsverwaltung teilte auf epd-Anfrage mit, voraussichtlich nächste Woche werde dazu ein Gespräch stattfinden. Daran beteiligt sind demnach Schulaufsicht, Schulleitung, Eltern, die Antidiskriminierungsbeauftragte und Schulpsychologen. Ziel sei, über Maßnahmen in dem konkreten Fall zu beraten, aber auch, „was die Schule insgesamt unternehmen kann“.

An der Paul-Simmel-Grundschule soll laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ die Tochter eines 41-Jährigen von muslimischen Schülern angepöbelt worden sein, weil sie nicht an Allah glaubt.

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Major Report: More Than 75 Percent of Earth’s Land Areas Are ‘Broken’

In Thailand, global warming and lack of rainfall causes cultivated land to dry up and crack. Image: Petr Baumann/Shutterstock
Once-productive lands have become deserts, are polluted, or deforested, putting 3.2 billion people at risk.

Stephen Leahy | MOTHERBOARD

Like a broken cell phone that can only text or take pictures, but not make a single call, more than 75 percent of the Earth’s land areas have lost some or most of their functions, undermining the well-being of the 3.2 billion people that rely on them to produce food crops, provide clean water, control flooding and more.

These once-productive lands have either become deserts, are polluted, or have been deforested and converted for unsustainable agricultural production. This is a major contributor to increased conflict and mass human migration, and left unchecked, could force as many as 700 million to migrate by 2050, according to the world’s first comprehensive evidence-based assessment of land degradation, released today in Medellín, Colombia.

Land degradation—including deforestation, soil erosion, and salinity and pollution of fresh water systems—is also driving species to extinction and aggravating the effects of climate change, the report concludes. It was written by more than 100 leading experts from 45 countries for the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). IPBES is the ‘IPCC for biodiversity,’ a scientific assessment of the status of non-human life that makes up the Earth’s life support system. A major companion report was released Friday documenting the rapid and dangerous decline in biodiversity. It called for fundamental changes in how we live, run our societies, and the economy.

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Veruntreute Orbáns Ungarn EU-Milliarden?

In Ungarn könnten Milliarden an EU-Geldern veruntreut worden sein. – APA/AFP/ARIS OIKONOMOU
Ein neuer Enthüllungsbericht ist am Montag in die Endphase des ungarischen Wahlkampfs geplatzt. In Österreichs Nachbarland könnten Milliarden an EU-Geldern veruntreut worden sein.

Die Presse.com

Das schreibt die Zeitung „Magyar Nemzet“. Demnach soll ein ungarischer Staatsbürger, der derzeit in einem Zeugenschutzprogramm des FBI sei, die Regierung in Budapest schwer belasten. Der Mann soll selbst Teil eines Netzwerks gewesen sein, das in den vergangenen Jahren drei bis vier Milliarden Euro an EU-Geldern auf arabische und asiatische Bankkonten verschoben habe. Ein Teil des Geldes soll dann später über arabische Investitionen in Luxushotels oder Burgen zurückgeflossen sein.

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Wohl keine schnelle Entscheidung über Puigdemont-Auslieferung

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die Entscheidung über eine Auslieferung des festgenommenen ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont an Spanien wird sich wohl zeitlich hinziehen.

Frankfurter Rundschau

Es sei eher unwahrscheinlich, dass sie noch in dieser Woche falle, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig. Die spanische Regierung begrüßte die Festnahme des Separatistenführers als „gute Nachricht“. Man vertraue voll und ganz in die deutsche Justiz. Puigdemont war gestern an der Autobahn A7 nahe der dänischen Grenze festgenommen worden. Grundlage war ein europäischer Haftbefehl, den Spanien ausgestellt hatte.

Londoner Polizei: Neue Richtlinien für Hassverbrechen

Die Bestimmungen der Londoner Polizei für den Umgang mit Hassverbrechen sind weit gefasst. Kritiker befürchten ein rigoroses Vorgehen der Polizei.

kath.net

Die Polizei der Stadt London hat neue Bestimmungen für den Umgang mit Hassverbrechen veröffentlicht soweit sie das in ihrem Rahmen regeln kann. Die weit gefassten Regelungen scheinen Befürchtungen zu bestätigen, dass die Polizei anhand dieser Richtlinien rigoros vorgehen könnte.

Hassverbrechen seien durch Vorurteile aufgrund von Rasse, Religion, sexueller Orientierung, Behinderung oder Geschlechtsidentität motiviert. Nicht jedes Hassverbrechen sei ein körperlicher Angriff. Auch verbale Angriffe, die jemand aus der vorgenannten Motivation heraus beleidigen oder belästigen, zählen laut Richtlinien der Polizei dazu.

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Two arrested over brutal killing of 85-year-old French Jewish Holocaust survivor

Mirelle Kanol, 85, a Holocaust survivor who was found murdered in her Paris apartment (Courtesy)
Mirelle Kanol found stabbed to death following blaze at her apartment; investigators say no apparent anti-Semitic motive but Jewish umbrella group urges further investigation

THE TIMES OF ISRAEL

Two men have been arrested over the killing of an 85-year-old Jewish woman, a Holocaust survivor, whose stabbed body was found after her Paris apartment was set ablaze, police sources said Monday.

An autopsy conducted on the woman, identified Monday as Mirelle Kanol, who lived alone, showed her charred body also had at least 11 stab wounds.

A forensic examination of the apartment showed that an arsonist started a fire in at least five distinct areas of that space, the report also said.

An anti-Semitism watchdog initially said the case was reminiscent of an alleged anti-Semitic hate crime, but later said there was no immediate evidence of anti-Semitism.

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