Die Folgen des saudischen Islam-Exports in Asien


„Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman mag entschlossen sein, in seinem Königreich eine nicht näher definierte Form eines mäßigen Islam wieder einzuführen, doch lassen sich die Auswirkungen der vier Jahrzehnte, in denen es weltweit ultrakonservative und intolerante Strömungen der Religion finanzierte, wohl kaum per Dekret ungeschehen machen.

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Das Problem besteht nicht nur darin, dass der Ultrakonservatismus inzwischen in zahlreichen muslimischen Ländern und Communities tief verwurzelt ist, sondern auch, weil er die Grundlage für Politikformen geschaffen, die es opportunistischen Politikern ermöglichen, zur Festigung ihrer Macht vorurteilsbeladene und eifernde Gefühle zu mobilisieren. Nirgends ist dies offenkundiger als in Asien, wo sich mehrere der bevölkerungsreichsten Länder der islamischen Welt befinden.

An Beispielen für die Folgen der saudischen Großzügigkeit mangelt es nicht. Man denke an die institutionalisierte Diskriminierung der Ahmadis, einer von orthodoxen Muslimen für abtrünnig gehaltenen Sekte, in Pakistan, oder an die Ungleichbehandlung von Nichtmuslimen und Schiiten in Pakistan, Malaysia und Indonesien.

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