Kirche macht Schule


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Rund 1.100 Schulen in evangelischer Trägerschaft gibt es deutschlandweit – von der Grundschule über das Gymnasium bis zu den beruflichen Schulen. Sie sind ein Ausdruck evangelischer Bildungsverantwortung. Und während es „die“ evangelische Schule nicht gibt, dient jedoch allen Schulen das Evangelium als Grundlage des Lebens und des Glaubens.

Lena Ohm | evangelisch.de

Bildung und Reformation gehören zusammen – das haben schon Martin Luther und Philipp Melanchthon in ihren Predigten und Reden immer wieder betont. Bildung und Glaube sind Gaben Gottes und religiöse Bildung muss Bestandteil allgemeiner Bildung sein, so die Haltung der Reformatoren. Dass es in Deutschland „Schulen in freier Trägerschaft“ unter Aufsicht der Schulbehörde geben darf, garantiert Artikel 7, Absatz 4 des Grundgesetzes, in dem es heißt: „Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet.“

Die Tatsache, dass die Errichtung freier Schulen zu den Grund- und Menschenrechten in Deutschland gehört, hängt mit den Erfahrungen im Nationalsozialismus zusammen: eine erneute Gleichschaltung der Bildung soll durch die Durchbrechung des staatlichen Schulmonopols vermieden werden. „Schulen in freier Trägerschaft“ sind in Deutschland aber eher eine Randerscheinung: Laut einer OECD-Studie besuchten 2006 nur sechs Prozent der deutschen Schüler eine solche Bildungseinrichtung – der europäische Durchschnitt lag bei 14 Prozent.

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