Grönland: Stärkste Schmelze seit Jahrhunderten


Blick über den Rink-Gletscher in Westgrönland. In dieser Region schmilzt das Eis heute schneller als jemals zuvor in den letzten 450 Jahren. © NASA/OIB
Die negativen Klimameldungen reißen nicht ab: Neue Daten bestätigen, dass das Eis im Westen Grönlands so stark schmilzt wie nie zuvor in den letzten mindestens 450 Jahren. Ursache dafür sind das wärmere Polarmeer und Veränderungen der Luftströmungen im arktischen Sommer, aber auch ein Anstieg der mittleren Lufttemperatur um 1,2 Grad seit Ende des 19. Jahrhunderts, wie die Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

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Grönland ist eines der größten Eisreservoire der Erde, doch selbst dieses Bollwerk der Kälte kann dem Klimawandel nicht mehr standhalten. Schon jetzt bilden sich auf dem Grönlandeis immer mehr Schmelzwassertümpel, die in einer Kettenreaktion die Gletscher destabilisieren und so die Eisschmelze fördern. Ein meist weicher Untergrund und an der Gletscherbasis entstehende Wasserströme und subglaziale Seen beschleunigen den Eisabfluss zusätzlich.

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