Verschwörungstheorien: Check, Check und Dreifach-Check


Neu entdeckt im Jahr 2018: unser roter Nachbarplanet Bild: dpa
Skeptiker liegen im Trend – und schrecken kaum davor zurück, die offensichtlichsten Dinge anzuzweifeln. Immerhin gibt es Himmelstatsachen, auf die wir uns verlassen können. Eine Glosse.

Von Sibylle Anderl | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Worauf kann man sich heute überhaupt noch verlassen? Es sind doch sowieso alle korrupt und interessengeleitet und in Verschwörungen großen Stils involviert – so raunt es durch die sozialen Netzwerke. Descartes Aufruf zum methodischen Zweifel hat Hochkonjunktur. Und schreckt dabei auch nicht vor Tatsachen zurück, die uns maximal unverdächtig erscheinen. Die Kugelform der Erde etwa, deren Existenz von einer ganzen Bewegung, der „Flat Earth Society“, in Frage gestellt wird – eine Gesellschaft, die sich laut eines vielfach geteilten Facebook-Posts damit rühmt, Anhänger „auf dem gesamten Globus“ zu besitzen. Die Echtheit dieser entlarvenden Äußerung kann ihrerseits angezweifelt werden. Nicht aber die Existenz der Globus-Skeptiker selbst.

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