China: Der abstürzende „Himmelspalast“


Wiedereintritt des Automated Transfer Vehicle (ATV) Jules Verne in die Ersatmosphäre am am 29. September 2008. Bild: ESA-Video
Chinas erste Versuchsraumstation stürzt auf die Erde. ESA-Experten geben Entwarnung: Schäden und Verletzte extrem unwahrscheinlich

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Am Osterwochenende wird Chinas erste Raumstation, „Tiagong-1“, der „Himmelspalast-1“, auf die Erde stürzen, und zwar irgendwo zwischen dem 43. Breitgrad Nord und dem 43. Breitengrad Süd, also zwischen Norditalien und dem Meer südlich von Kapstadt, zwischen Nordchina und Tasmanien, zwischen Boston und Patagonien.

Auch am heutigen Freitag lässt sich der genaue Zeitpunkt und Absturzort noch nicht berechnen, heißt es aktuell auf dem Rocket Science Blog. Die Flugbahn der etwa zehn Meter langen Station hängt im hohen Maße von ihrer Lage ab – ob sie zum Beispiel quer zur Flugrichtung steht und damit besonders viel Luftwiderstand erfährt, oder ob aber das Gegenteil der Fall ist.

Genauso wichtig oder noch wichtiger ist die aktuelle Dichte der oberen Atmosphäre. Diese wiederum ist aber vor allem von der Tageszeit und der Sonnenaktivität abhängig, die bisher nicht vorher gesagt werden kann.

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