Schwerstkranke und Sterbehilfe „Mund auf, Knarre rein, abdrücken“


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Schwerstkranke verzweifeln an den Gesetzen zur Sterbehilfe. Sie fordern das Recht auf einen selbstbestimmten Tod.

Von Cornelia Schmergal | SpON

Hans-Jürgen Brennecke braucht genau 34 Sätze, um zu begründen, warum er sterben will. Dann, wenn er es nicht mehr erträgt. Und nicht etwa so, wie es dem Tumor gefällt, der vielleicht noch immer irgendwo in seinem Körper lauert.

Brennecke leidet unter einer seltenen Krebsart, dem Burkitt Lymphom. Kein Tumor wächst schneller, in medizinischen Lehrbüchern kann man das nachschlagen. Im Moment gibt der Tumor Ruhe, und Brennecke will die Zeit nutzen.

Denn er kämpft nicht nur gegen den Krebs. Er kämpft auch gegen den Staat.

Vor fünf Monaten hat der 73-Jährige einen Antrag verfasst. Brennecke bittet darin um ein todbringendes Medikament. Sollte der Krebs zurückkehren, habe er den Entschluss gefasst, „freiverantwortlich aus dem Leben zu scheiden“. Für Brennecke ist es eine Frage der Menschenwürde: „Durch meinen Suizid möchte ich mein dann schnell zunehmend unerträgliches Leiden in einer humanen Art und Weise beenden.“

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