Affäre um Amri-Akten betrifft auch „heikle Dokumente“


Sensibles Material. Der Untersuchungsausschuss „Terroranschlag Breitscheidplatz“ arbeitet seit fast neun Monaten.Foto: Christian Ditsch/Imago
Leere Ordner, überklebte Aktenrücken, Papiere aus dem Zusammenhang gerissen. Im Fall des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri bahnt sich eine neue Affäre an.

Von Thomas Loy | DER TAGESSPIEGEL

Schlechte Kommunikation zwischen den Polizeibehörden, Lücken in der Observation, Vorwürfe manipulierter Ermittlungsakten – der Berliner Untersuchungsausschuss im Fall Amri hat schon viele skandalöse Vorgänge ans Licht befördert. Nun gerät der Ausschuss selbst in den Fokus der Öffentlichkeit, besonders der Ausschussvorsitzende Burkard Dregger, Innenexperte der CDU-Fraktion. Die Senatsjustizverwaltung wirft Dregger vor, Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft unzulässig verändert zu haben. Dadurch sei „der Wert der Beweismittel deutlich gesunken“, erklärte Sebastian Brux, Sprecher von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne).

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