Deutsche Post soll Kundendaten an FDP und CDU verkauft haben – was steckt dahinter?


Wie die „BamS“ berichtet, verkauft die Deutsche Post seit 2005 persönliche Daten an Parteien zu Wahlkampfzwecken (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Es geht offenbar um „mehr als eine Milliarde Einzelinformationen“: Die Deutsche Post soll einem Medienbericht zufolge persönliche Daten anonymisiert an FDP und CDU verkauft haben. Darunter befinden sich demnach etwa Angaben zu Kaufkraft und Familienstruktur.

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Nach dem Datenskandal bei Facebook gibt es einem Medienbericht zufolge ähnliche Vorwürfe gegen die Deutsche Post. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, verkauft der ehemalige Staatskonzern über seine Tochter Deutsche Post Direkt GmbH seit 2005 Daten an Parteien zu Wahlkampfzwecken. Im Bundestagswahlkampf 2017 hätten CDU und FDP jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen gezahlt.

Beide Parteien bestätigten auf Anfrage der „BamS“ entsprechende Verträge, die Post wollte sich nicht dazu äußern. Wie die Zeitung unter Berufung auf vertrauliche Papiere schreibt, werden bei den Geschäften zwar persönliche Daten anonymisiert. Durch die Vielzahl von Einzelinformationen und deren Kombinationen seien aber Aussagen zur „Parteiaffinität“ für einzelne Gebäude mit mindestens sechs Haushalten möglich.

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