Fast 100 Anträge auf todbringende Arznei


Rund 100 Patienten haben nach einem Medienbericht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn einen Antrag zum Erwerb eines todbringenden Medikamentes gestellt. Exakt 98 Anträge seien bis heute eingegangen, fünf der Antragsteller seien inzwischen gestorben, berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Wann das Institut über die Anträge entscheiden wird, stehe noch nicht fest.

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Das Bundesverwaltungsgericht hatte vor einem Jahr in einem aufsehenerregenden Urteil entschieden, der Staat dürfe schwer und unheilbar Kranken den Zugang zu einer todbringenden Arznei in extremen Notlagen nicht verwehren. In der Politik ist das Urteil umstritten, auch Verfassungsrechtler und Sozialethiker äußerten Bedenken. Zweifel wurden laut, wie eine Behörde prüfen solle, ob ein Sterbewunsch legitim sei oder nicht.

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