Unionsstreit über Islam gewinnt an Schärfe


Wolfgang Schäuble (CDU, l) sagt der Islam gehört mittlerweile zu Deutschland. Die CSU mit Heimatminister Horst Seehofer sieht das anders. © Foto: dpa/Andreas Gebert
Der Unionsstreit über die Rolle des Islams und den Umgang mit Muslimen in Deutschland hat zu Ostern an Schärfe gewonnen.

MOZ.de

„Wir können nicht den Gang der Geschichte aufhalten. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Der Berliner CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte dagegen am Samstag: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, warf CSU-Chef Horst Seehofer indirekt vor, Antiislamismus zu fördern.

Schäuble ging mit seinen Äußerungen in den Zeitungen der Funke Mediengruppe wie Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel auf Abstand zu CSU-Chef Horst Seehofer und Dobrindt, die betonen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Der neue Innen- und Heimatminister Seehofer hatte gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, aber die hier lebenden Muslime gehörten „selbstverständlich“ dazu.

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