Was Studien über Muslime erzählen


Die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Berlin-Tempelhof (Foto: Laima Gutmane via Wiki Commons; CC BY 3.0)
Muslime sind Deutschland stark verbunden – und fühlen sich trotzdem häufig ausgeschlossen. Zahlen und Daten zu muslimischem Leben in der Bundesrepublik.

Von Alexander Kauschanski | Süddeutsche Zeitung

Wie verbreitet der Islam in Deutschland tatsächlich ist, lässt sich nicht genau bestimmen. Der Staat erfasst nicht bei allen Menschen die Religionszugehörigkeit. Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa 4,5 Millionen Muslime hier leben. Damit ist jeder zwanzigste Mensch in Deutschland Muslim. Die Wahrnehmung der deutschen Durchschnittsbürger ist allerdings eine ganz andere: Vier Mal so hoch schätzen sie den Anteil der Muslime an der Bevölkerung im Umfragen ein.

Ein großer Teil der Muslime in Deutschland wurde gebeten zu kommen. In den Sechzigerjahren boomte die Wirtschaft, es gab einen Mangel an Arbeitskräften. Die Bundesrepublik löste dieses Problem mithilfe von Gastarbeitern. Viele kamen aus der Türkei.

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