Mikroplastik im Ökodünger


Beim Düngen gilt: Je natürlicher, desto besser. © Singkham/ istock
Von wegen öko: Organische Dünger gelten als umweltfreundlich – doch die aus Bioabfällen hergestellten Stoffe stellen offenbar ein bislang unbekanntes Problem dar. Denn sie dienen als Einfallstor für Mikroplastik in die Umwelt. So fanden Forscher in einzelnen Düngerproben große Mengen von Kunststoffteilchen. Das Plastik ist als Kontamination in Haushalts- und Industrieabfällen enthalten und kann bei der Düngerherstellung nicht vollständig entfernt werden. Welche Folgen der Kunststoff im Dünger beispielsweise für Bodenorganismen hat, ist noch unklar.

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Plastik findet sich inzwischen fast überall: Winzige Kunststoffteilchen schwimmen in Seen, Flüssen und sogar in der Tiefsee. Sie belasten Fische und sind in Lebensmitteln wie Salz, Honig und Getränken enthalten. Auch in unseren Böden findet sich vermehrt dieses sogenannte Mikroplastik. Die weniger als fünf Millimeter kleinen Kunststoffpartikel entstehen beim Zerfall von Plastikmüll und werden zudem durch Kosmetika, Fleece-Kleidung und andere Quellen über unser Abwasser in die Umwelt gespült.

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