Wenn der Datenschutz die Seelsorge behindert – Gott braucht Datenschutz


Die Berliner Jugendkirche SAM ist nicht per WhatsApp zu erreichen – das teilte sie kürzlich über Facebook mit: Die Rechtsabteilung des Erzbistums untersagt die Nutzung von Messengerdiensten. Die Diözesandatenschutzbeauftragten hatten schon 2017 die Nutzung von Messengerdiensten unter enge Auflagen gestellt, die vom beliebtesten, eben WhatsApp, nicht erfüllt werden.

Felix Neumann | katholisch.de

Zugleich nutzen Bistümer genau diese Dienste erfolgreich in der Pastoral: Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ist per WhatsApp zu erreichen, ebenso unter anderen die Bistümer Essen und Würzburg. Die Speyerer „Netzgemeinde“ da_zwischen ist so erfolgreich, dass sie in mehrere weitere Diözesen expandiert. Kardinal Rainer Maria Woelki betont, wie wichtig zeitgemäße Kommunikationsformen für die Kirche sind.

Das Nebeneinander von Datenschutz und Pastoral ist leider typisch. Wenn Ende Mai ein neues Datenschutzrecht in Kraft tritt – das Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG), das die kirchlichen Regeln an die ebenfalls neu in Kraft tretenden europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) anpasst –, dann wird zwar das Datenschutzniveau auf ein weltweit einmaliges Niveau angehoben. Doch um welchen Preis?

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