Wenn Glaubensfragen vorm Familiengericht landen


Großeltern (links) und Pflegeeltern (rechts) streiten um die kleine Pia. Die Großeltern wollen nicht, dass ihre Enkelin muslimisch aufwächst. Szenenfoto aus dem Spielfilm „Das deutsche Kind“, ARD, 4. April 2018. (NDR/Banana Tree Film/Daniela Incoronato)
Wer bestimmt, mit welcher Religion ein Kind aufwachsen soll? Im Ernstfall enden solche Fälle vor Gericht. Wie in einem in der ARD gezeigten Fernsehfilm: „Das deutsche Kind“. Ein muslimisches Ehepaar möchte das Kind einer nicht-muslimischen Freundin bei sich aufnehmen, deren Eltern laufen dagegen Sturm.

Joachim Lüblinghoff im Gespräch mit Liane von Billerbeck | Deutschlandfunk Kultur

Der Deutschtürke und angehende Imam Cem Balta lebt mit seiner Frau Sehra und der gemeinsamen Tochter Hanna in Hannover. Die junge Familie steht mitten im Leben, zu dem die türkische Kultur ebenso selbstverständlich gehört wie die deutsche. Bei einem Unglück stirbt Sehras beste Freundin, die alleinerziehende Mutter Natalie.

In ihrem Testament hatte sie die Baltas zum Vormund ihrer sechsjährigen Tochter Pia bestimmt. Doch die Herausforderungen, mit denen Cem und Sehra konfrontiert werden, als sie Pia bei sich aufnehmen, erweisen sich als weit größer als erwartet – denn die Großeltern machen Front gegen die „Islamisierung“ ihrer Enkelin.

Bei Streit soll ein Elternteil entscheiden

Wie entscheiden Familienrichter in der Realität, wenn es um die Streit-Frage der Religion geht, mit der das Kind aufwachsen soll?

weiterlesen