Stadt Köln bezahlt: Hotelbetreiber machen ein Millionengeschäft mit Flüchtlingen


Die Qaidis wohnen auf 35 Quadratmetern für 6800 Euro. Foto: Oliver Meyer
6800 Euro Miete zahlt die Stadt Köln jeden Monat für die Unterbringung der irakischen Flüchtlingsfamilie Qaidi. Die acht Familienmitglieder leben jedoch nicht komfortabel in einem Luxusappartement, was man bei diesem Mietpreis durchaus annehmen könnte. Ihr Alltag findet in einem ehemaligen Hotel auf spartanisch ausgestatteten 35 Quadratmetern Wohnfläche statt.

Von Hendrik Geisler | Kölner Stadt-Anzeiger

Die absurd hohe Miete ist dem Umstand geschuldet, dass der Stadt viel zu wenige Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Als in den vergangenen Jahren immer mehr Flüchtlinge nach Köln kamen – mitunter bis zu 500 wöchentlich –, sah sich die Verwaltung gezwungen, auch auf Hotels zurückzugreifen.

Deren Betreiber verdienen mit dem Kapazitätsmangel der Stadt viel Geld: Je Hotel zahlt die Stadt zwischen 20 und 35 Euro pro Person und Nacht. Gesetzliche Vorgaben über die Höhe der Miete gibt es nicht, sie wird „im Rahmen von Angebot und Nachfrage mit den Hotelbetreibern verhandelt“, sagt Stadtsprecherin Sabine Wotzlaw.

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