Religionen dürfen Politik nicht bestimmen


Unser Autor fordert die Besinnung auf das Grundgesetz und die besondere Beachtung von Artikel 1.

Von Hans-Ulrich Rosocha | RP ONLINE

„Zu Deutschland gehören Juden und Christen, Muslime und Hindhus, Buddhisten, Pantheisten und Atheisten!“ Das bedeutet: Zu Deutschland gehören Menschen gleich welcher Religion, Weltanschauung, Hautfarbe, nationaler Herkunft oder sexueller Orientierung. In unserem Land sind alle Menschen gleich. Sie sollen aber auch von uns allen gleich geachtet werden. Keine Religion, Weltanschauung oder politische Meinung soll in unserem Land die anderen beherrschen. Wir können nur dann in der bunten Vielfalt unserer unterschiedlichen Religionen und Herkunft und unserer oftmals stark divergierenden weltanschaulichen und politischen Meinungen friedlich miteinander leben, wenn wir uns gegenseitig achten und trotz unterschiedlicher Anschauungen tolerieren.

Die gemeinsame tragfähige Basis unseres friedlichen Zusammenlebens ist das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Dieses Grundgesetz, das uns gemeinsam trägt, müssen auch wir alle gemeinsam tragen, das heißt, wir müssen es kennen, verinnerlichen, es uns zu eigen machen und jederzeit dazu bereit sein, es gegen alle Angriffe von innen und außen zu verteidigen. Die politischen Parteien streiten in guter demokratischer Praxis um den jeweils richtigen und gangbaren politischen Weg, denn Politik ist die Kunst des Machbaren und Möglichen. Die Religionen jedoch müssen sich davor hüten, die Politik bestimmen zu wollen.

weiterlesen