Tunesischer Gefährder: Zäher Rechtsstreit um Abschiebung


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Seit einem Jahr versuchen deutsche Behörden, den islamistischen Gefährder Haikel S. in sein Heimatland Tunesien abzuschieben. Er geht dagegen vor – bis vor das Bundesverfassungsgericht.

Von Michael Stempfle | tagesschau.de

Dienstagnachmittag vor knapp zwei Wochen: Sicherheitskräfte bringen den islamistischen Gefährder Haikel S. zum Flughafen. Die Vorwürfe, die dem Tunesier gemacht werden, sind gravierend.

Vereinfacht ausgedrückt: Deutsche Sicherheitsbehörden unterstellen ihm eine Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS, eine hohe Gewaltaffinität und trauen ihm in Deutschland einen islamistischen Anschlag zu. Jetzt also soll der Moment gekommen sein, den Gefährder abzuschieben. Vorausgegangen waren nicht nur logistisch aufwendige und kostspielige Observationen und eine groß angelegte Razzia, sondern auch ein langer Rechtsstreit.

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