Aiman Mazyek hat das Wesen des Terrorismus nicht verstanden


Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland Quelle: dpa
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime kritisiert nach der Amokfahrt von Münster einen „unsäglichen Doppelstandard“ in der Täter-Debatte. Doch was den Terrorismus von Verbrechen wie einem Amoklauf unterscheidet, ist die „Propaganda der Tat“.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

Der deutschstämmige Amokfahrer von Münster war nach bisherigen Erkenntnissen kein Terrorist. Auch Stephen Paddock, der im Herbst 2017 aus seinem Hotelzimmer in Las Vegas heraus 58 Menschen erschoss, hat keinen terroristischen Anschlag begangen. Terroristen waren aber sehr wohl der tunesische Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri und der in Marokko geborene Radouane Lakdim, der Ende März in Südfrankreich vier Menschen tötete.

Dass es sich bei den letzten beiden Tätern im Gegensatz zu den ersten beiden um Muslime handelt, spielt bei der Einordnung ihrer Attentate als Terrorismus keine Rolle. Diese Erkenntnis ist offenbar bei vielen Beobachtern und Kommentatoren noch nicht angekommen.

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