Prügelknabe der Landespolitik Südwest


Der Prügelknabe der Landespolitik Südwest: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). (Foto: dpa)
  • Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) gilt als Architekt der grün-schwarzen Koalition.
  • Die Liberalen nennen ihn ein Sicherheitsrisiko. Bei der CDU sagen sie im Hintergrund, er sei ein Mann der von Landespolitik oft wenig bis keine Ahnung habe.
  • Der Querelen innerhalb der CDU haben fast parteischädigende Ausmaße angenommen.

Von Josef Kelnberger | Süddeutsche Zeitung

Thomas Strobl darf sich, was seine Titel betrifft, ohne Zweifel als Mann von bundespolitischem Rang fühlen. Er ist in der CDU stellvertretender Bundesvorsitzender und Chef des zweitgrößten Landesverbands, ist Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg, häufiger Talkshow-Gast, wenn es um Fragen der inneren Sicherheit geht, außerdem der Schwiegersohn von Wolfgang Schäuble. Als neuesten Titel hat er sich nun erworben: Prügelknabe der Landespolitik Südwest.

Die Liberalen nennen ihn ein Sicherheitsrisiko, er sei seinem Amt nicht gewachsen, sagen sie. Die ultimative Kritik formulierte der SPD-Fraktionschef Andreas Stoch. Er nannte Strobl in einer Parlamentsdebatte „die Karikatur eines Politikers“.

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