Wer Sterbefasten unterstützt, leistet womöglich Beihilfe zur Selbsttötung


Zwischen Erhängen und dem Verzicht auf Essen und Trinken gibt es durchaus Parallelen, weshalb viele das Sterbefasten als Suizid ansehen. Entsprechend ordnet ein Expertenteam ärztliche Maßnahmen in bestimmten Fällen als Beihilfe dazu ein. Rechtlich befinden sich Kollegen nur dem Anschein nach auf der sicheren Seite.

Dr. Elisabeth Nolde | MEDICAL TRIBUNE

Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ist für unheilbar erkrankte Menschen eine Option, das Leben selbstbestimmt enden zu lassen. Studiendaten zufolge wird die Prävalenz des sogenannten Sterbefastens offenbar unterschätzt. Der Sterbeprozess gilt dabei allgemein als friedlich. Dennoch können Symptome auftreten, die eine medizinische Unterstützung erfordern, dazu zählen z.B. Durst, Schmerzen, Angst, Schlaflosigkeit und Delir.

Einige internationale Fachgesellschaften verurteilen einerseits das assistierte Sterben, befürworten andererseits aber zunehmend das Sterbefasten einschließlich medizinischer Hilfe. Und die westliche Rechtsprechung, auch in Deutschland, scheint diese Unterstützung zu dulden, schreiben Professor Dr. Dr. Ralf J. Jox, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München, und Kollegen.

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