Zahl der Zweit-Asylanträge in Deutschland stark gestiegen


Die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge von bereits in anderen EU-Staaten anerkannten Flüchtlingen hat sich einem Zeitungsbericht zufolge mehr als verdoppelt. 2017 seien 8.210 solcher Anträge verzeichnet worden, im Jahr zuvor seien es 2.997 gewesen, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

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Zwar würden diese Anträge grundsätzlich nicht zur Anerkennung führen, weil sie als „unzulässig“ gar nicht erst bearbeitet würden. Dennoch werde nur ein Bruchteil dieser weitergereisten Schutzberechtigten wieder in das für sie zuständige Land abgeschoben.

Ganz exakt lasse sich die Zahl der Rückführungen dieser Gruppe nicht ermitteln, berichtete die Zeitung weiter. Die Zahl habe 2017 höchstens bei 1.428 gelegen, wie aus Antworten der Bundesregierung auf Linkspartei-Anfragen hervorgehe. Obwohl es für schon anderswo anerkannte Flüchtlinge unmöglich sei, in Deutschland einen weiteren Schutztitel zu erhalten, könnten sie gegen ihre Abschiebung klagen, hieß es weiter.

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