Diakonie: Vergleich nach Kündigung wegen Kirchenaustritts


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Arbeitsrechtsstreit um eine Diakoniebeschäftigte in Niedersachsen hätte aus Sicht des Richter das Potenzial gehabt, „Rechtsgeschichte“ zu schreiben. Doch um ein Urteil kam das Landesarbeitsgericht herum.

evangelisch.de

Der Rechtsstreit um die Kündigung einer Diakoniebeschäftigten nach deren Austritt aus der evangelischen Kirche ist ohne Urteil beigelegt worden. Die Konfliktparteien einigten sich am Montag in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen in Hannover auf einen finanziellen Vergleich. Der mittlerweile 65-Jährigen war im Juli 2017 vom Diakonischen Werk Wolfsburg fristlos gekündigt worden, weil sie aus der Kirche ausgetreten war.

Sie habe sich an ihrem Arbeitsplatz in einem Alten- und Pflegeheim „sehr unchristlich“ behandelt gefühlt, sagte ihr Rechtsanwalt Oliver Nowak. Darum sei sie aus der Kirche ausgetreten. Die Diakonie führte dagegen an, die Klägerin habe mit dem Austritt die elementare Loyalitätspflicht gegenüber einem kirchlichen Arbeitgeber verletzt.

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