Auschwitz-Komitee kritisiert Echo-Teilnahme von Kollegah und Farid Bang


Glaubt an eine Hetzkampagne: Rapper Kollegah Bild: dpa
Einen Tag vor der Echo-Verleihung werden die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Nominierten Kollegah und Farid Bang immer lauter. Das Internationale Auschwitz Komitee spricht von einem beschämenden Vorgang.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Vor der Echo-Verleihung mehrt sich die Kritik an den umstrittenen Texten der Rapper Kollegah und Farid Bang. Das Internationale Auschwitz Komitee reagierte am Mittwoch mit Empörung auf die geplante Teilnahme des Duos an der Preisverleihung in Berlin. Sie sei „für alle Überlebenden des Holocaust ein Schlag ins Gesicht und ein für Deutschland beschämender Vorgang“, hieß es in einer Mitteilung. Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagte, es sei „höchste Zeit, ein Stoppschild hochzuhalten“.

Anders als bei umstrittenen Nominierungen in den vergangenen Jahren entschied der Ethik-Beirat des Bundesverbands Musikindustrie (BMI), Kollegah und Farid Band auf der Nominiertenliste zu belassen. Es handele sich um einen „absoluten Grenzfall“. Die künstlerische Freiheit sei in dem Text „nicht so wesentlich übertreten“, dass ein Ausschluss gerechtfertigt wäre.

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