Diakonie verteidigt Bevorzugung von Christen bei Einstellung


Diakonie-Vorstand Jörg Kruttschnitt hat das Prinzip verteidigt, evangelische Christen bei der Einstellung von Mitarbeitern in kirchliche Betriebe zu bevorzugen. „Wir wollen in unseren Einrichtungen eine evangelische Prägung, wir wollen diese Gesellschaft evangelisch gestalten“, sagte Kruttschnitt dem Evangelischen Pressedienst (epd). Für das protestantische Profil seien dabei nicht nur Pfarrer und Führungskräfte wichtig.

Phillipp Saure | evangelisch.de

„Wir evangelische Christen haben die Vorstellung des Priestertums aller Gläubigen“, erklärte der für Personal zuständige Vorstand des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung. „Das heißt, dass jeder an seinem Ort diesen entscheidenden Akt der Verkündigung tun kann.“ So könnten beispielsweise auch ein Gärtner oder eine Reinigungskraft durch ein gutes Wort an einen Hilfebedürftigen das Evangelium verkündigen.

Die Diakonie beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Million Mitarbeiter, zum Beispiel Ärzte, Pflegerinnen und Pädagogen. Die evangelischen Wohlfahrtsunternehmen gehören damit zu den größten Arbeitgebern. Kommenden Dienstag urteilt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Fall, der von der Klage einer konfessionslosen Berlinerin ausging. Sie hatte sich erfolglos auf eine 2012 von der Diakonie ausgeschriebene Stelle beworben. Der EuGH klärt, ob Kirchen und ihre Einrichtungen bei jeder Stelle selbst bestimmen dürfen, ob sie eine Konfession voraussetzen.

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