Wenn der Pastor mit der Waffe predigt


In den USA ist der Ruf nach strengeren Waffengesetzen lauter geworden. Doch der Südliche Baptistenverband, die größte protestantische Kirche, hält sich zurück. Das hat wohl auch damit zu tun, dass weiße Evangelikale besonders häufig Waffen besitzen.

Konrad Ege | evangelisch.de

Wer in den Vereinigten Staaten Waffengewalt fürchtet, plädiert entweder für strengere Gesetze oder bewaffnet sich selbst. Seit dem Massaker in ihrer Schule in Parkland in Florida im Februar fordern die jungen Menschen dort striktere Schusswaffenkontrolle. In der Baptistenkirche in Sutherland Springs in Texas hingegen, wo ein Amokläufer im vergangenen November 26 Besucher eines Gottesdienstes erschoss, trägt selbst der Pastor eine Waffe.

Für ihn gehören Schusswaffen zum Alltag. Eine Pistole oder einen Revolver zu tragen sei „nicht ungewöhnlich“, erläuterte Pfarrer Frank Pomeroy kürzlich im Rundfunksender WBUR. Er habe auch seiner Frau Sherri zu Weihnachten eine Schusswaffe geschenkt.

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