Antike Pest: Begünstigt durch Lichtmangel?


Vulkanausbrüche könnten den Ausbruch der Justinianischen Pest gefördert haben – und das gleich auf zweifache Weise. © historisch
Fatale Trübung: Forscher haben eine weitere Ursache für die große Pestepidemie der Spätantike entdeckt. Zwei große Vulkanausbrüche sorgten nicht nur für ungewöhnliche Kälte – ihre Dunstschleier lösten auch einen Lichtmangel bei Pflanzen und vielleicht sogar Menschen aus. Denn Baumringdaten belegen, dass ab dem Jahr 536 die Sonneneinstrahlung zwei Jahrzehnte lang messbar absank – das könnte Missernten, Hunger und die Anfälligkeit der Menschen für den Pesterreger erklären, so die Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“.

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Die Justinianische Pest gilt als die größte antike Epidemie Europas: Ab 541 nach Christus starben daran Millionen von Menschen im Oströmischen Reich, in Germanien und Gallien. Der Erreger der Seuche war ein Vorfahre jener Pestbakterien, die im Mittelalter den Schwarzen Tod nach Europa brachten.

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