Australische Forscher warnen vor aggressiver Hautkrankheit


foto: apa/robert koch institut/gudrun holland Mycobacterium ulcerans ist ein grampositives, säurefestes, langsam wachsendes Stäbchen, das mit dem Tuberkuloseerreger (Bild) verwandt ist.
Wissenschafter berichten von einem starken Anstieg der Infektionsfälle mit dem Mycobacterium ulcerans – die Gründe dafür sind unklar

derStandard.at

Australische Forscher warnen in einem Fachartikel, der nun im „Medical Journal of Australia“ veröffentlicht wurde, vor der epidemischen Ausbreitung der Hautkrankheit Buruli-Ulkus im Bundesstaat Victoria. Das größte Problem: Über die Ursachen können die Wissenschafter nichts sagen. „Niemand versteht, was passiert und was diese Epidemie antreibt“, erklärte Daniel O’Brien, Koautor der Studie, gegenüber der BBC.

Die Infektion wird durch das Mykobakterium ulcerans ausgelöst, das mit den Erregern von Tuberkulose und Lepra verwandt ist. Es setzt Giftstoffe frei, die zunächst zu schmerzlosen Schwellungen führen. Danach treten zunächst flache Geschwüre auf, die sich auch in die Tiefe fressen und Muskeln beziehungsweise Knochen zerstören können. Buruli-Ulkus wird deshalb auch als „fleischfressende Krankheit“ bezeichnet.

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