Erdoğan kündigt vorgezogene Neuwahlen an


Bild: Magazin „The Economist“
  • Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen um fast anderthalb Jahre vorziehen. Angesetzter Termin soll demnach der 24. Juni 2018 sein.
  • Die Wahlen schließen die schrittweise Einführung eines Präsidialsystems ab, für das im April 2017 eine knappe Mehrheit der Türken per Referendum gestimmt hatte.
  • Mit dem Datum schließt die Wahl die neu gegründete Partei İyi aus, die erst ab dem 28. Juni zu Wahlen zugelassen ist.

Süddeutsche Zeitung

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will seine Macht schneller als gedacht ausweiten: In der Türkei werden am 24. Juni vorgezogene Neuwahlen stattfinden. Erdoğan kündigte bei einer Pressekonferenz in Ankara an, dass die eigentlich für November 2019 angesetzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen auf dieses Datum vorgezogen würden. Darauf habe der AKP-Politiker Erdoğan sich mit dem MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli geeinigt. Als Gründe nannte er unter anderem die Situation in den Nachbarländern Irak und Syrien sowie die Notwendigkeit, wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen.

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