„Man muss Religion und Politik trennen“


Landesweite Empörung herrscht, wie berichtet, weil Kinder in einer Wiener Moschee für nationalistische Kriegsspiele posieren mussten. Doch die Aktion stößt auch Muslimen sauer auf. Selfet Yilmaz, Sprecher des Betreibervereins des islamischen Kulturzentrums in Bad Vöslau bei Baden, kritisiert die Veranstaltung scharf.

krone.at

Kleine Mädchen mit Kopftuch, Buben, die als „Leichen“ unter türkischen Flaggen „posieren“ mussten – diese Bilder erschütterten Österreich und führten zu einem besorgten Blick vieler Bürger auf „den Islam“ (siehe auch Seite 18 in der heutigen Printausgabe der „Krone“).

Das versteht auch Selfet Yilmaz, Sprecher der ATIB-Union, die in Bad Vöslau eine Moschee betreibt – und er findet klare Worte: „Fanatiker, die so etwas mit Kindern machen, zerstören das friedliche Miteinander in der Gesellschaft.“ Der Österreicher mit türkischen Wurzeln ist stolz darauf, dass die muslimische Community in Bad Vöslau eng mit der Gemeinde kooperiert: „Bei uns ist alles transparent, wir verstecken nichts. Religion und Politik gehören getrennt. Dafür stehen wir.“