Paragraf 219a: Kirche erwartet schwere Verhandlungen


© Bild: Fotolia.com/nataliaderiabina
SPD, Grüne, Linke und die FDP wollen das Werbeverbot bei Abtreibungen kippen. Nur Union und AfD sind dagegen. Für die katholischen Kirche ist das letzte Wort aber noch lange nicht gesprochen.

katholisch.de

In der politischen Debatte um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche ist nach Ansicht der katholischen Kirche das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. In einem Interview des Kölner domradios bekräftigte die stellvertretende Leiterin des katholischen Büros in Berlin, Katharina Jestaedt, am Mittwochabend zugleich, dass sich die Kirche für die Beibehaltung der bestehenden Regelungen im Paragraf 219a im Strafgesetzbuch ausspreche.

Dieser untersagt „das Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen“ von Schwangerschaftsabbrüchen aus finanziellem Vorteil heraus oder wenn dies in „grob anstößiger Weise“ geschieht. Jestaedt bezeichnete den Paragrafen als eine „wichtige Säule des Anfang der 90er-Jahre mühsam zustande gekommenen Kompromisses über den Schwangerschaftsabbruch“. Bei rund 100.000 Schwangerschaftsabbrüchen im Jahr darüber zu diskutieren, Werbung dafür freizugeben, sei aus Sicht der katholischen Kirche eher zweifelhaft.

weiterlesen