Abu Dhabi – Die Moschee soll strahlen – die Kirchen lieber nicht zu sehr


Die Scheich-Zayid-Moschee ist der Hingucker unter den Bauten von Abu Dhabi. Imago/UIG
Abu Dhabi ist ein muslimisch geprägtes Emirat, auffällige christliche Symbole sind in der Öffentlichkeit verboten. Doch Migranten aus Indien und den Philippinen sorgen für eine wachsende christliche Minderheit.

Raphael Rauch | SRF

Wer durch Abu Dhabi fährt, sieht viele islamische Bauten. Am prächtigsten ist die Scheich-Zayid-Moschee. Sie ist eine der grössten Moscheen der Welt. Die blankweisse Fassade reflektiert die Wüstensonne. Ein wenig erinnert der Prachtbau an den Taj Mahal.

Der Traum vom Paradies in weiss

Von einer «Moschee wie das Paradies» war die Rede, als das Gotteshaus 2007 eröffnet wurde. Der Schmucktitel kam nicht von ungefähr. Ein Paradies auf Erden, freilich zu Ehren Gottes, das hatte sich Scheich Zayid gewünscht.

Der Gründungsvater der Vereinigten Arabischen Emirate gab den Bau in Auftrag, übernahm die Kosten und wurde auch Namensgeber der Moschee. Die Menschen vor Ort nennen sie aber oft nur die «Grosse Moschee».

Prachtbau für 40’000 Menschen

Koransuren über das Paradies waren den Architekten und Künstlern Inspiration. Auf dem weissen Marmor sind etwa Dattelpalmen zu sehen – so stellt man sich das Glück auf Erden vor. Auch Abbildungen von Milch und Honig sind in das kostbare Material eingelassen.

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