Priesterweihe in Eichstätt von Kritik des Zentralrats begleitet


Vor fünf Jahren wurde ein Theologiestudent wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen aus dem Würzburger Priesterseminar entlassen. Jetzt weihte ihn der Eichstätter Bischof zum Priester. Scharfe Kritik kommt vom Zentralrat der Juden.

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Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hat am Samstag drei junge Männer zu Priestern seines Bistums geweiht. Unter den Kandidaten war auch ein 30-jähriger Franke aus dem Erzbistum Bamberg, der vor fünf Jahren nach einer Untersuchung antisemitischer Vorfälle aus dem Würzburger Priesterseminar geflogen war. Der Kandidat hatte KZ-Witze erzählt und Adolf Hitler parodiert. Im Bistum Eichstätt erhielt er eine zweite Chance.

Gestörtes Verhältnis zwischen Katholiken und Juden

Am Vortag der Weihe bekräftigte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in mehreren Medien seine Kritik an der Entscheidung des Eichstätter Bischofs. „Das gute Verhältnis, das Miteinander der katholischen Kirche mit jüdischen Gemeinden in Deutschland sind durch diesen Vorgang geschädigt“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Schuster hält den behaupteten Einstellungswandel des Diakons nicht für glaubwürdig.

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