Ahmad Mansour: Antisemitismus habe auch religiöse Komponente


Ahmad Mansour veröffentlichte vor drei Jahren das Buch „Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen“ Quelle: dpa
Ahmad Mansour erklärt, warum Antisemitismus unter Irakern und Syrern so verbreitet ist: „Das ist Teil der Regimes gewesen, die Feindbilder zu pflegen und zu verbreiten.“ Sie hätten keine Hemmungen, diese Haltung öffentlich zu äußern.

DIE WELT

Für den Islamexperten Ahmad Mansour ist Antisemitismus nicht nur ein muslimisches Problem. „Den findet man links, rechts und in der Mitte der Gesellschaft“, sagte er in einem Interview mit dem „Kurier“. Allerdings habe der muslimische Antisemitismus andere Ursachen. Er widerspricht der oft geäußerten Meinung, mit der Lösung des Nahost-Konflikts gäbe es den Antisemitismus in Europa nicht mehr.

Dieser habe auch eine religiöse Komponente, die auf den Koran zurückgehe. „Wenn wir uns den Irak oder Syrien anschauen, müssen wir uns nicht wundern, dass die Menschen antisemitisch sozialisiert sind, das ist Teil der Regimes gewesen, die Feindbilder zu pflegen und zu verbreiten“, sagte er. „Diese Menschen legen diese Einstellungen nicht an der Grenze zu Österreich oder Deutschland ab.“

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