Entschädigungsklage einer Lehrerin mit Kopftuch abgewiesen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die Entschädigungsklage einer kopftuchtragenden Lehrerin wurde vom Berliner Arbeitsgericht abgewiesen, weil Klägerin und Beklagte nicht erschienen sind. Auf Rechtsfragen mussten die Richter deshalb nicht eingehen

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Das Berliner Arbeitsgericht hat die Entschädigungsklage einer kopftuchtragenden Lehrerin gegen das Land Berlin abgewiesen. Am Mittwoch erging ein Versäumnisurteil, nachdem weder die türkischstämmige Klägerin, noch ein Vertreter erschienen waren, wie das Gericht mitteilte. Deshalb sei es bei der Entscheidung auch nicht auf Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Kopftuch angekommen. Eine Güteverhandlung im Oktober vergangenen Jahres war ohne Ergebnis geblieben. (Az. 60 Ca 12320/17)

Die Mathematik- und Deutschlehrerin hatte wegen Diskriminierung geklagt, nachdem sie nach einem Auswahlgespräch im Mai 2017 zunächst kein Anstellungsangebot für eine staatliche Schule erhalten hatte. Daraufhin fing sie mit einem zeitlich befristeten Vertrag an einer privaten Grundschule an. Das Gericht hatte der Klägerin zunächst eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro für das erfolglose „Casting“ vor Schulleitern vorgeschlagen. Dies lehnten Bildungsverwaltung wie Klägerin aber ab.

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