Amri-Abschlussbericht listet 32 schwere Polizei-Fehler auf


Anis Amri verübte 2016 einen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche.Foto: Foto: -/Bundeskriminalamt/dpa
Mehr als 250 Mängel und 32 grobe Fehler: Der Abschlussbericht der polizeiinternen Taskforce im Fall des Attentäters Anis Amri führt erhebliche Versäumnisse unter anderem bei der Observation auf.

Von Sabine Beikler | DER TAGESSPIEGEL

Die Berliner Innenverwaltung hat am Donnerstag die Kurzfassung des Abschlussberichts der internen Task Force „Lupe“ veröffentlich, die Versäumnisse und Fehler der Polizei bei der Observation, der Vorgangsbearbeitung und der Telefonüberwachung (TKÜ) des Attentäters Anis Amri untersuchen sollten. Demnach gab es bei der Berliner Polizei 254 Mängel, davon 32 schwere Fehler, die sich auf das Ermittlungsergebnis ausgewirkt hätten. So war die Dokumentation der TKÜ „lückenhaft“, die Observationen fanden nur tagsüber und nicht an den Wochenenden statt. Dass die Observation Mitte Juni 2016 eingestellt wurde, obwohl es einen staatsanwaltschaftlichen Beschluss gab, Amri bis 21. Oktober weiter zu observieren, war bereits eins der Erkenntnisse im Untersuchungsausschuss.

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