Mikroplastik im Biodünger: Forscher fordern mehr Aufmerksamkeit


(Bild: topfklao / Wikipedia / PD)
Die Uni Bayreuth hat gezeigt, dass selbst im eigentlich so guten biologischen Dünger Mikroplastik stecken kann, den die Bauern kaum loswerden. Dagegen sei der Bürger gefragt – und der Staat.

Ben Schwan | heise online

Forscher der Uni Bayreuth haben vor einigen Wochen in einer Studie gezeigt, dass selbst in Biodünger mittlerweile Mikroplastik enthalten ist. Für diesen Eintragsweg ist allein der Mensch verantwortlich, wie Ruth Freitag, eine der an der Studie beteiligten Forscher und Professorin für Bioprozesstechnik, im Interview mit Technology Review sagte („Ist das Mikroplastik im Boden, wird es schwierig“). Mikroplastik sei inzwischen in den entlegensten Gebieten der Welt angekommen und werd uns noch viele Jahre begleiten.

Die Mengen an Kunststoff sind im Biodünger unterschiedlich groß – und das sei eine direkte Folge der Verarbeitungsprozesse. „Das Plastik entsteht nicht in der Anlage, sondern gelangt mit dem Biomüll dorthin. Also jede Plastiktüte, die nicht in den Biomüll geworfen wird, hilft das Problem zu verringern.“

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