Verschwörungstheorien: Was hilft?


foto: picturedesk.com Verschwörungstheorien: „Alles mit allem verbunden.“

Verschwörungstheorien befinden sich im Aufwind. Michael Butter leitet ein Forschungsprojekt zum Thema und weiß, wie schwer Verschwörungstheoretiker vom Gegenteil zu überzeugen sind. Was hilft? Mehr Medienkompetenz

Interview Ingo Peitz | derStandard.at

STANDARD: Haben Sie so etwas wie eine Lieblingsverschwörungstheorie?

Butter: Ich empfinde an vielen Verschwörungstheorien eine gewisse Freude. Nicht so sehr an den gegenwärtigen, da man da gleich die problematischen Aspekte und Gefahren mitdenkt, aber die Theorien des 19. Jahrhunderts haben es mir schon sehr angetan. Wie beispielsweise die Idee, die viele Amerikaner haben, dass die katholische Kirche und der Papst unter der Führung des österreichischen Fürsten Metternich die USA zerstören wollten. Ähnlich ist es bei Ideen aus dem 20. Jahrhundert wie denjenigen bezüglich der Mondlandung, die aufgrund der teilweise sehr kreativen angeführten visuellen Beweise überzeugend wirken können. Einen gewissen Reiz hat auch die Theorie des ehemaligen Fußballprofis David Icke, dass wir von Reptilien-Aliens aus dem All beherrscht werden. Das ist schon wieder so absurd, dass es auch sympathisch ist.

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