Sieben Millionen Tote pro Jahr: Neun von zehn Menschen atmen verpestete Luft


Ulan Bator: Auch in der Hauptstadt der Mongolei leiden die Menschen unter Smog. Bild: AFP
Milliarden Menschen auf der Welt leben in dreckiger Luft, Millionen sterben an den Folgen: Am schlimmsten ist die Lage in den Megastädten der Entwicklungsländer.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Durch das Einatmen dreckiger Luft sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund sieben Millionen Menschen pro Jahr. Die Regierungen müssten entschlossener gegen die tödliche Verschmutzung ankämpfen, forderte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Seinen Angaben zufolge atmen neun von zehn Menschen weltweit Luft ein, die eine zu hohe Konzentration an Schadstoffen aufweist.

Die verdreckte Luft gefährde alle Menschen, die Ärmsten seien aber besonders bedroht, betonte Tedros. Etwa 90 Prozent aller Todesfälle durch Schmutzluft seien in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verzeichnen. Asien und Afrika seien die Brennpunkte der Krise. „In vielen Megastädten der Welt liegt die Schadstoffbelastung fünf Mal so hoch wie von der WHO empfohlen“, sagte Maria Meira, WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit. In Ländern mit hohen Einkommen – Europa, Vereinigte Staaten und Kanada, Australien und Neuseeland – sei die Luft am besten.

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