Evangelikale Christen für Israel: Gemeinsam zur Apokalypse?


Plakate in Tel Aviv fordern, dass Trump Israel wieder groß machen soll. (EPA / Jim Hollander)
In Israel wird die US-Botschaft am 14. Mai von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen. Dies ist auch ein Erfolg der Lobby-Arbeit von evangelikalen Christen.

Von Franziska Knupper | Deutschlandfunk Kultur

Kurz vor den alten Stadtmauern Jerusalems erhebt sich der Berg Zion. Ein Sehnsuchtsort für Juden. Laut Tora entstand hier die „Stadt Davids“ – zirka 1000 Jahre vor Christus.

Am Fuße des Hügels liegt heute das sogenannte Messias Gästehaus. Vier Zimmer gibt es für Pilger und Sinnsuchende – dazu Instant-Kaffee, selbstgebackene Frühstückskekse und einen Blick auf den grünen Gipfel des Berges. Dort, wo der Heiland auf einem weißen Pferd oder Esel hinunter reiten wird – das zumindest glaubt Gästehaus-Inhaber Joseph Mireles:

„Wenn man sieht, dass die Juden zurückkehren ins Land, dann ist das ein Zeichen für die Endzeit. Ich glaube aber nicht, dass wir schon soweit sind, ich glaube, dass es erst noch eine massive Einwanderung nach Jerusalem geben wird.“

Joseph setzt seine Baseball-Kappe auf. Darauf prangt in blauen Lettern der hebräische Schriftzug „Er ist das Leben“. Jesus ist gemeint. Und Joseph will sich damit outen als sogenannter „Believer“ – also ein Jude, der zum Christentum konvertiert ist – und sich zum Evangelium bekennt.

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