Huber kritisiert Kreuz-Pflicht: „Jesus hat nicht im Westen gelebt“


Quelle:dradio.de
Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, beurteilt die Kreuz-Pflicht in Behörden in Bayern deutlich kritischer als der aktuelle Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

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So wie er früher gegen die Verbannung des Kreuzes aus dem öffentlichen Raum gewesen sei, sei er heute dagegen, dass es per staatlicher Verordnung in alle Behörden komme, sagte der Huber am Donnerstagabend in der „Phoenix Runde“.

Deutschland habe eine religiös plurale Gesellschaft. Der Staat könne eine Religion fördern, „aber nicht auf Kosten anderer“, sagte der Berliner Altbischof, der von 2003 bis 2009 EKD-Ratsvorsitzender war. Die bayerische Kabinettsentscheidung, nach der von Juni an in den Eingangsbereichen aller Landesbehörden ein Kreuz aufgehängt werden muss, bezeichnete Huber als „ausgrenzend“. Genauso müsse dann dafür gesorgt werden, dass Kippa und Kopftuch ihren Platz hätten, sagte Huber.

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