Dodo Lütz, Kotzschalen und fragwürdige Wissenschaft


Nachdem sich im Humanistischen Pressedienst bereits Prof. Dr. Rolf D. Herzberg sowie auch Dr. Josef Breinbauer über das aktuelle Buch von Manfred Lütz, „Der Skandal der Skandale“, geäußert haben, nimmt nun auch der Autor selbst dazu Stellung.

Manfred Lütz | hpd.de

Deutsche Atheisten geben sich gewöhnlich einen wissenschaftlichen Anstrich, berufen sich auf den kritischen Rationalismus, aber offenbar ist es dann im konkreten Fall damit nicht immer weit her.

Im Mittelalter war es bei den so genannten Disputationes üblich, dass man zuerst die Argumente der anderen Seiten so überzeugend wie möglich zusammenfassen musste und erst dann kam die Antwort: „respondeo …“. Die Reaktionen von Atheisten auf mein Buch „Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums“ liegen zumeist weit unter diesem Niveau. Wenn ich mal von primitiven atheistischen Hassmails absehe, so glänzt da die hessische Sektion der Giordano-Bruno-Stiftung mit einem Paket von 100 Kotzschalen aus Pappe, die man mir ins Krankenhaus schickte. Es scheint da eine atheistische Stammtischatmosphäre zu herrschen, wo man so etwas wahnsinnig witzig findet und sich auf die Schenkel schlägt. Ehrlich gesagt war ich eher traurig, wie tief das intellektuelle Niveau des Atheismus offenbar seit Friedrich Nietzsche gesunken ist. Ich habe daraufhin Herrn Schmidt-Salomon eine ernsthafte intellektuell redliche Diskussion mit vier Kritikern bei einer seiner Atheisten-Versammlungen vorgeschlagen, darauf aber noch keine definitive Antwort. An polemischen Schlagabtäuschen bin ich nicht interessiert.

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