China plant gigantisches Wetterprojekt


Bild: pxhere.com/CC0
Auf dem Tibetischen Hochland, das zur Wüste wird, soll auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern mit Tausenden von Brennkammern das Jahr über künstlicher Regen fallen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

China bereitet ein riesiges Experiment vor, um es regnen zu lassen. Der Regen soll auf die Tibetanische Hochebene fallen, die mehr als 4500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Dort hat der Klimawandel nicht nur zum Abschmelzen der Gletscher und der Permafrostböden geführt, es schreitet auf der Hochebene trotz aller staatlichen Bemühungen die Wüstenbildung und das Ansteigen der Temperatur schnell voran. Die Chinesische Akademie hat Ende 2015 gewarnt, die Hochebene könne zur Wüste werden. Die Erwärmung erfolgt hier doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. In vielen Gebieten gibt es nur einen Niederschlag jährlich von 10 cm.

Mit künstlichem Regen wird schon viele Jahrzehnte experimentiert. Dabei werden Wolken mit Salzen, Silberjodid oder anderen Chemikalien „geimpft“, wodurch sich Regentropfen bilden, die dann einen Regen auslösen. Meist erfolgt die Impfung aus der Luft durch Flugzeuge, aber man kann auch vom Boden aus die Chemikalien in die Luft sprühen. Silberjodid gilt als gewässergefährdend. Die Methode, durch Impfen Regen zu produzieren, wird als wenig effektiv und genau betrachtet.

China hat sogar eine eigene, in den 1980er Jahren gegründete Behörde zur Wetteränderung, die angeblich über 30 Flugzeugen, 4000 Raketenwerfern und 7000 Flugabwehrkanonen verfügen soll.

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