Esoterik und Spiritualität sind nur etwas für Reiche


Bild: Die Tagespost
Wir haben die Eso-Messe «Lebenskraft» besucht, um uns spirituell erleuchten zu lassen. Leider hatten wir nicht genug Bargeld dabei.

Von Benjamin Quirico | Tillate

Mein erster Besuch der «Lebenskraft», der wohl bekanntesten Schweizer Messe für Esoterik und Spiritualität, liegt mittlerweile zwei Jahre zurück. Ich war schon damals nicht sonderlich beeindruckt vom allgemeinen Programm und den häufig überteuerten Services und Gimmicks, die den Besuchern angeboten wurden.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Messe wage ich einen zweiten Versuch und begebe mich – diesmal mit unserer rasenden Video-Reporterin Valentina im Schlepptau – in die oberste Etage der Messe Zürich. Rund 150 Ausstellerinnen und Aussteller bieten auch heute wieder alles an, was man braucht, um den Heisshunger nach Spiritualität – oder zumindest ästhetisch gewöhnungsbedürftigem Buddha-Kitsch – zu stillen.

Erzengel Metatron verkauft jetzt Glas

Aura-Fotografie, Handlesen und «Einhorntränen» sind keine kostengünstigen Angelegenheiten, werden hier aber teilweise als essentielle Bestandteile und Meilensteine für den Weg zu innerem Seelenfrieden verkauft. Es tut mir, wie schon beim letzten Mal, ein bisschen leid um die vielen Leute, die ihr Erspartes irgendwelchen Scharlatanen (von denen es in dieser Szene zweifelsohne einige gibt) in den Rachen stopften.

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